XPeng, Aktie

XPeng Aktie: Batteriepaket-Montage geht in Eigenregie

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 20:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

XPeng verlagert die Batteriepaket-Integration ins eigene Haus und erweitert mit neuen Modellen seine Präsenz in Asien und Europa.

XPeng übernimmt Batterieintegration und startet internationale Modelloffensive
Moderne, automatisierte Montagelinie für Hochleistungs-Batteriepakete in einer sauberen Industrieumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der chinesische Elektroautobauer XPeng zieht im Ringen um Profitabilität Konsequenzen aus der extremen Margenschere zwischen Zulieferern und Fahrzeugherstellern. He Xiaopeng kündigte an, dass das Unternehmen ab diesem Jahr die gesamte Wertschöpfungskette der Batteriepakete in Eigenregie übernimmt. Die reinen Batteriezellen sollen weiterhin von externen Partnern zugekauft werden, doch die Systemintegration verbleibt künftig komplett im Haus.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund massiver Renditeunterschiede in der Branche. Mit der eigenen Paketmontage will das Management den Abfluss von Wertschöpfung an Zelllieferanten eindämmen und die Kostenbasis der Fahrzeuge spürbar senken.

Modelloffensive in Asien und Europa

Parallel zur Neuausrichtung bei den Batteriekomponenten treibt das Unternehmen seinen internationalen Markteintritt voran. Gestern begann in Hongkong der Verkauf des neuen SUV-Coupés L03. Das Modell entstand unter Leitung des früheren Ferrari-Designers JuanMa Lopez und wird zu Frühbucherpreisen zwischen 299.900 und 439.900 Hongkong-Dollar angeboten.

Bereits am 25. September folgt das offizielle Debüt auf den Philippinen im Rahmen einer Präsentation in Pasay City. Neben dem L03 führt der Hersteller dort die Großraumlimousine X9 ein, gestützt auf ein anfängliches Händlernetz an vier Standorten.

Auch für den europäischen Markt stehen konkrete Schritte bevor. Auf dem Pariser Autosalon am 12. Oktober plant der Konzern die internationale Premiere seines neuen Flaggschiff-SUV G9L. Für den weltweiten Vertrieb des Modells sind 64 Länder vorgesehen. Neben der Fertigung am Heimatstandort Guangzhou soll der G9L für den europäischen Markt beim Auftragsfertiger Magna im österreichischen Graz vom Band laufen.

Angespannte Lage an den Börsen

An den Finanzmärkten spiegelt sich der anhaltende Preiskampf auf dem chinesischen Heimatmarkt jedoch weiterhin deutlich wider. Am Freitag beendete das Papier den Handel bei 9,21 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,5 Prozent entspricht.

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