XRP, Millionen

XRP: 3,6 Millionen Dollar fließen in ETFs

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 18:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
US-XRP-Fonds erhielten 3,6 Millionen Dollar, während die Protokolländerung frühestens am 4. November aktiviert werden kann.
Ein Smartphone auf einem Schreibtisch zeigt einen aufsteigenden Chart vor dem Hintergrund eines modernen Finanzviertels. Illustration mit AI erstellt.

US-amerikanische XRP-Spot-ETFs haben sich gestern gegen den Abfluss aus anderen Kryptofonds gestemmt. Medienberichten zufolge flossen ihnen netto 3,6 Millionen Dollar zu. Das ist ein positives Nachfragesignal für XRP, aber noch kein Beleg für eine dauerhafte Trendwende: Zuletzt wechselten sich bei den Fonds Zu- und Abflüsse ab.

Für Anleger ist dabei die Unterscheidung zwischen Fondsnachfrage und Gesamtmarkt entscheidend. Die Zuflüsse zeigen Interesse an XRP-Anlageprodukten, während die jüngste Schwäche am Kryptomarkt mit fallenden Aktienkursen zusammenfiel. Hinzu kommt eine verzögerte technische Korrektur im XRP Ledger.

Fondsnachfrage liefert ein Gegengewicht

Die jüngsten Zuflüsse folgen auf eine Unterbrechung der zuvor anhaltenden Nachfrage.

Der neue Tageszufluss setzt damit einen positiven Gegenakzent. Eine einzelne Handelssitzung reicht allerdings nicht aus, um eine erneute Zuflussserie festzustellen. Ebenso wenig lässt sich daraus ableiten, dass die Belastung durch den breiteren Markt bereits überwunden ist.

Heute legt XRP um 0,2% zu. Die kleine Erholung folgt auf einen marktweiten Rückgang, den Medienberichte mit Sorgen über hohe KI-Ausgaben und schwachen Technologieergebnissen in Verbindung bringen. Eine XRP-spezifische Regulierungs- oder Börsenmeldung war demnach nicht der maßgebliche Auslöser.

Auch bei Transfers großer XRP-Bestände bleibt eine wichtige Einschränkung bestehen: Gemeldete Einzahlungen auf Handelsplattformen sind nicht mit tatsächlich ausgeführten Verkäufen gleichzusetzen. Fondsströme und Börsentransfers liefern unterschiedliche Hinweise, aber keinen eindeutigen Nachweis für die weitere Kursrichtung.

Technische Korrektur wartet auf Aktivierung

Parallel richtet sich der Blick auf die geplante Protokolländerung fixCleanup3_4_0. Am Mittwoch sank die Unterstützung der Validatoren vorübergehend unter die erforderliche Schwelle. Dadurch begann die Wartefrist von 14 Tagen erneut; als frühestmöglicher Aktivierungszeitpunkt gilt nun der 4. November.

Dieser Termin ist keine bestätigte Freischaltung. Zwar erholte sich die Unterstützung wieder, doch die Aktivierung bleibt an den erforderlichen Rückhalt im Netzwerk gebunden. Die Änderung soll eine Lücke bei Token-Berechtigungen schließen und Berechnungen für Tresor- und Kreditfunktionen korrigieren.

Daneben erholte sich das Netzwerk von zeitweisen Verzögerungen beim Abschluss von Ledgern. Betreiber hatten dafür eine empfohlene Konfigurationsänderung umgesetzt. Entwickler bereiteten zusätzlich eine dauerhafte Softwarekorrektur vor.

Für XRP ergibt sich damit ein gemischtes Bild: Die Fondsnachfrage liefert ein konkretes positives Signal. Die verschobene Protokolländerung und die jüngste Marktschwäche begrenzen jedoch dessen Aussagekraft. Entscheidend ist, ob aus dem einzelnen Zuflusstag anhaltende Nachfrage wird und die technische Korrektur ihre Aktivierungsbedingungen erfüllt.

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