ABO WIND Aktie: Vorerst gerettet
28.01.2026 - 04:27:32Der angeschlagene Projektentwickler verschafft sich im Kampf gegen die Krise wichtige Luft. Während ein massiver Jahresverlust von rund 170 Millionen Euro die Bilanz verhagelt, konnte das Management eine existenzielle Einigung mit den Banken erzielen. Für Anleger stellt sich nun die Frage: Reicht dieser Schritt für einen nachhaltigen Turnaround oder ist es nur eine Atempause?
Stillhalteabkommen sichert Handlungsfähigkeit
Das Unternehmen, das inzwischen als ABO Energy firmiert, meldete heute den Abschluss einer sogenannten Stillhaltevereinbarung (Standstill Agreement) mit seinen Finanzierern. Dies ist der entscheidende erste Schritt, um eine drohende Insolvenz abzuwenden. Die Gläubiger verzichten vorerst auf Kündigungsrechte und sofortige Rückzahlungen.
Dieser Zeitgewinn soll genutzt werden, um ein umfassendes Sanierungskonzept zu finalisieren. Unter der Leitung des Restrukturierungsexperten Hübner wird derzeit ein Gutachten erstellt, das auch die Anleihegläubiger in die Lösung einbeziehen soll. Die Aktie reagierte auf die Nachricht stabil und notiert aktuell bei 6,84 Euro.
170 Millionen Euro Verlust und Stellenabbau
Die finanzielle Schieflage schlägt sich brutal in den Zahlen nieder. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet der Vorstand mit einem Fehlbetrag von rund 170 Millionen Euro. Um die operative Profitabilität wiederherzustellen, kündigte das Management harte Einschnitte an. Ein Sanierungsprogramm inklusive Personalabbau ist beschlossene Sache, auch wenn konkrete Zahlen zu den betroffenen Stellen noch nicht genannt wurden.
Analysten sehen Aufwärtspotenzial
Trotz der tiefroten Zahlen werfen Analysten das Handtuch nicht. First Berlin Equity Research bestätigte heute das Votum „Add“ (Hinzufügen) und belässt das Kursziel bei 8,00 Euro. Analyst Dr. Karsten von Blumenthal wertet die Einigung mit den Banken als positives Signal für eine geordnete Sanierung. Vom aktuellen Kursniveau aus impliziert dies ein theoretisches Potenzial von rund 19 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ABO WIND AG?
Dass das operative Geschäft nicht völlig stillsteht, beweist eine neue Kooperation in Finnland. Die dortige Tochtergesellschaft unterzeichnete eine Vereinbarung mit dem Energiekonzern ORLEN zur Produktion von grünem Wasserstoff. Dies unterstreicht den verbliebenen Wert der Projektpipeline.
Die unmittelbare Zukunft der Aktie hängt nun von der Vorlage des detaillierten Sanierungsgutachtens ab. Investoren müssen abwarten, wie tief die Einschnitte beim Personal tatsächlich ausfallen und ob die Gläubiger dem finalen Restrukturierungsplan zustimmen.
ABO WIND AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ABO WIND AG-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:
Die neusten ABO WIND AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ABO WIND AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ABO WIND AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


