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Musk fÀhrt Trump bei KI-Plan in die Parade

23.01.2025 - 22:58:40 | dpa.de

(Aktualisierung: Reaktion von Trump)WASHINGTON - Elon Musk stellt sein enges VerhĂ€ltnis zu Donald Trump auf die Probe: Der Tech-MilliardĂ€r schĂŒrt Zweifel an dem riesigen KI-Projekt, das der US-PrĂ€sident stolz im Weißen Haus prĂ€sentiert hat.

(Aktualisierung: Reaktion von Trump)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Elon Musk stellt sein enges VerhĂ€ltnis zu Donald Trump auf die Probe: Der Tech-MilliardĂ€r schĂŒrt Zweifel an dem riesigen KI-Projekt, das der US-PrĂ€sident stolz im Weißen Haus prĂ€sentiert hat. "Die haben in Wirklichkeit das Geld nicht", schrieb Musk auf seiner Online-Plattform X. Trump hatte zuvor verkĂŒndet, dass der ChatGPT-Entwickler OpenAI mit Technologiepartnern 500 Milliarden Dollar in neue Rechenzentren fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz (KI) stecken.

ZunÀchst sollen demnach 100 Milliarden Dollar (96 Mrd. Euro) in das Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Stargate investiert werden. Neben OpenAI sind unter anderem der Software-Riese Oracle US68389X1054 und der japanische Technologiekonzern Softbank JP3436100006 bei dem Projekt dabei. Musk spottete, er wisse aus sicherer Quelle, dass Softbank nur zehn Milliarden Dollar gesichert habe.

RĂŒffel von PrĂ€sidentensprecherin

Das Weiße Haus wies Musk zurecht - allerdings, ohne ihn beim Namen zu nennen. "Das amerikanische Volk sollte PrĂ€sident Trump und diesen Unternehmenschefs glauben", sagte Sprecherin Karoline Leavitt im Fernsehsender Fox News. "Diese Investitionen kommen in unser großartiges Land - und bringen amerikanische Jobs mit sich." Der AnkĂŒndigung zufolge sollen durch Stargate 100.000 ArbeitsplĂ€tze in den USA entstehen.

Der PrĂ€sident selbst zeigte unterdessen VerstĂ€ndnis fĂŒr Musks Vorgehen angesichts des schwierigen VerhĂ€ltnisses zwischen dem Tech-MilliardĂ€r und OpenAI-Chef Sam Altman. "Es ist so, dass Elon einen dieser Leute hasst." Er selbst hasse aber auch einige Leute, fĂŒgte Trump hinzu. Fragen zum Inhalt von Musks Kritik wich Trump aus: "Es sind sehr reiche Leute" - also hoffe er, dass sie das versprochene Geld aufbringen. Die US-Regierung zahle aber nichts.

Musk spendete mehr als 250 Millionen fĂŒr Trumps Wahlkampf und ist oft neben dem PrĂ€sidenten zu sehen. Er soll Trump helfen, die Staatsausgaben zu kĂŒrzen. Beide lobten sich stets gegenseitig in höchsten Tönen.

Fehde zwischen Musk und OpenAI-Chef Altman

Die Stargate-AnkĂŒndigung gefiel dem Tech-MilliardĂ€r jedoch ganz offensichtlich nicht. Musk und OpenAI-Chef Altman stecken in einem eskalierenden Konflikt. Musk war einst selbst unter den OpenAI-GrĂŒndern, scherte dann aber aus. Inzwischen zog er vor Gericht, um die Umwandlung von OpenAI in ein auf Profit ausgerichtetes Unternehmen zu stoppen. Altmans Firma wirft Musk im Gegenzug vor, er habe seinerzeit die Kontrolle ĂŒber OpenAI an sich reißen wollen. Musk richtete inzwischen das Konkurrenz-Unternehmen xAI ein.

Bissige Reaktion vom OpenAI-Chef

Altman widersprach der Darstellung, dass Softbank nur zehn Milliarden Dollar parat habe, und lud Musk ein, die Baustelle des ersten Rechenzentrums zu besichtigen. Dann legte er nach: "Das ist großartig fĂŒr das Land. Mir ist klar, dass das, was großartig fĂŒr das Land ist, nicht immer optimal fĂŒr Deine Unternehmen ist". Er hoffe aber, dass Musk in seiner neuen Rolle "grĂ¶ĂŸtenteils" die USA an erste Stelle setzen werde. Musk reagiert zunĂ€chst nicht darauf.

OpenAI wird bei Stargate auch vom langjĂ€hrigen Partner Microsoft US5949181045 unterstĂŒtzt. Microsoft-Chef Satya Nadella gab sich angesichts der Kontroverse gelassen. "Ich weiß nur, die 80 Milliarden Dollar von meiner Seite stehen", sagte er dem Fernsehsender CNBC.

Musk soll unterdessen schon zuvor das Umfeld von Trump verĂ€rgert haben. So schrieb das "Wall Street Journal" vergangene Woche, einige Vertraute und VerbĂŒndete des PrĂ€sidenten beklagten sich, dass Musk sich in Themen einmische, von denen er keine Ahnung habe, und bei Beratungen zu viel rede.

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