Börsenbericht

Dax schwÀcher - Technologiewerte unter Druck

04.02.2026 - 17:54:51 | dts-nachrichtenagentur.de

Am Mittwoch hat der Dax Verluste gemacht. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.603 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.Dem Trend deutlich trotzen konnten Brenntag, die klar an der Kursspitze rangierten.

Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Hintergrund dĂŒrften hier Spekulationen ĂŒber mögliche AbschwĂ€chungen beim Klimaschutz sein. Das ließ die Anleger offenbar bei den Chemiewerten zugreifen, denn auch BASF legten deutlich zu. Heidelberg Materials stĂŒrzten dagegen ab. Das Unternehmen hatte mit seinem nahezu CO2-freien Zement bislang einen gewichtigen Konkurrenzvorteil anzubieten.

"Viel Technologie steckt zwar nicht drin im Dax, aber wenn die wenigen Aktien Federn lassen mĂŒssen und wie im Fall von SAP und Siemens hoch gewichtet sind, dann kommt auch der Index nicht vom Fleck", sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets. "Am Morgen mit guten GeschĂ€ftszahlen von Infineon noch mit einem Plus in den Handelstag gestartet, kippte im Verlauf die Stimmung wie schon gestern an der Wall Street, als Datenanalyse- und Software-Aktien die Indizes unter Druck brachten."

"Nachbörslich enttĂ€uschte dann noch AMD mit seiner Quartalsbilanz, und so hielt das Plus beim deutschen Konkurrenten Infineon heute auch nicht lange an. Die kurze Halbwertzeit der positiven Kursreaktion lĂ€sst auf eine weiterhin hohe Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen nach guten Nachrichten schließen - kein gutes Indiz fĂŒr den Gesamtmarkt."

"Zudem verlor die SAP-Aktie weiter an Boden, fiel unter das Tief nach den Zahlen in der vergangenen Woche und sendet damit statt eines Erholungs- ein weiteres Verkaufssignal. Diesem AbwĂ€rtsdruck konnte sich auch der Dax nicht entziehen und entfernte sich damit weiter von der psychologischen HĂŒrde 25.000, die er gestern noch kurzzeitig ĂŒberspringen konnte", sagte Romar.

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Mittwochnachmittag etwas schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1797 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8477 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Nachmittag wurden fĂŒr eine Feinunze 4.870 US-Dollar gezahlt (-1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 132,71 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 67,57 US-Dollar, das waren 24 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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