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AMD Aktie: Einstieg ins Robotaxi-Geschäft

16.04.2026 - 01:27:58 | boerse-global.de

AMD investiert in KI-Start-up Wayve für autonomes Fahren und treibt gleichzeitig mit neuen Grafikprozessoren sein Rechenzentrumsgeschäft voran. Die Aktie notiert auf hohem Niveau.

AMD Aktie: Einstieg ins Robotaxi-Geschäft - Foto: über boerse-global.de

Advanced Micro Devices (AMD) verlässt die reine Rechenzentrums-Blase und bringt seine KI-Chips auf die Straße. Mit dem Einstieg bei dem Londoner Start-up Wayve sichert sich der US-Konzern einen direkten Zugang zum Zukunftsmarkt für autonomes Fahren.

Software für die Straße

Zusammen mit den Branchengrößen Arm und Qualcomm beteiligt sich AMD an einer 60 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde. Wayve entwickelt einen sogenannten verkörperten KI-Fahrer. Diese Software kommt ohne hochauflösende Karten aus und funktioniert plattformübergreifend. Das System ist exakt darauf ausgelegt, auch mit Halbleitern von AMD zu harmonieren. Wayve testet die Technologie bereits in Deutschland, Japan und den USA auf öffentlichen Straßen. Ein erster kommerzieller Erfolg steht fest. Nissan plant für Ende 2026 den Start eines Robotaxi-Piloten in Tokio mit der Wayve-Software.

Rückenwind aus Taiwan

An der Börse kommt der strategische Ausbau gut an. Die AMD-Aktie notiert an den deutschen Handelsplätzen aktuell bei 216,45 Euro und blickt auf ein massives Plus von 156 Prozent auf Zwölfmonatssicht. Ein weiterer Kurstreiber kommt aus Asien. Der wichtigste Fertigungspartner TSMC meldete für das erste Quartal einen Umsatzsprung von 35 Prozent auf 35,6 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen gelten am Markt als verlässlicher Indikator für die anhaltend hohe weltweite Nachfrage nach KI-Chips.

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Neue Chip-Generation in den Startlöchern

Parallel dazu treibt AMD den Ausbau seiner Rechenzentrums-Infrastruktur voran. Für die zweite Jahreshälfte 2026 steht der Marktstart der neuen Grafikprozessoren MI450 und MI455X an. Die Chips basieren auf der 2-Nanometer-Technologie und bieten eine enorme Speicherbandbreite. Große Cloud-Anbieter greifen bereits zu. Oracle plant allein die Integration von 50.000 MI450-Beschleunigern. Auch Meta und OpenAI haben sich entsprechende Kontingente gesichert. Mit diesen Partnerschaften will AMD seinen geschätzten Marktanteil von 13 Prozent im Bereich der KI-Grafikprozessoren weiter ausbauen.

Die hohen Erwartungen an diese neuen Geschäftsfelder spiegeln sich in der Bewertung wider. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 97 ist die Aktie ambitioniert bepreist. Analysten stufen die Papiere mehrheitlich als moderaten Kauf ein und vergeben ein mittleres Kursziel von 290,19 US-Dollar. Am 5. Mai 2026 muss AMD dieses Premium-Preisschild operativ untermauern. Dann präsentiert der Konzern seine Quartalszahlen und tritt an, die selbst gesteckte Umsatzprognose von 9,8 Milliarden US-Dollar zu erfüllen.

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