AMD, Aktie

AMD Aktie: Institutioneller RĂŒckenwind

02.04.2026 - 06:30:25 | boerse-global.de

Wells Fargo stuft AMD mit einem Kursziel von 345 Dollar als Overweight ein. Die Fundamentaldaten sind stark, und neue Gigawatt-Deals mit Meta und OpenAI treiben die KI-UmsÀtze voran.

AMD Aktie: Institutioneller RĂŒckenwind - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Wells Fargo hat AMD in dieser Woche auf seine Q2 Tactical Ideas List gesetzt — mit einem Kursziel von 345 Dollar und Overweight-Rating. Das liegt deutlich ĂŒber dem Analysten-Konsens von rund 290 Dollar. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Vor der Q1-Berichterstattung am 5. Mai hĂ€ufen sich die potenziellen Kurstreiber.

Starke Fundamentaldaten als Basis

Das Q4 2025 lieferte AMD solide Argumente fĂŒr den Optimismus. Der Umsatz kletterte um 34 Prozent auf 10,27 Milliarden Dollar und ĂŒbertraf die Erwartungen um sechs Prozent. Besonders das Rechenzentrum-Segment glĂ€nzte mit einem Rekordumsatz von 5,38 Milliarden Dollar — ein Plus von 39 Prozent im Jahresvergleich. Der freie Cashflow verdoppelte sich mehr als: 5,52 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 129 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.

FĂŒr Q1 2026 erwartet AMD einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden Dollar, was einem Jahreswachstum von 32 Prozent entsprĂ€che.

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Gigawatt-Deals und die MI450-Pipeline

Hinter dem Wells-Fargo-Optimismus stecken konkrete PartnerschaftsankĂŒndigungen. Meta hat sich im Rahmen eines Mehrjahresvertrags zur Abnahme von sechs Gigawatt AMD-GPUs verpflichtet — ĂŒber mehrere Chip-Generationen hinweg. Zusammen mit dem laufenden OpenAI-Deal summieren sich die GPU-Commitments auf zwölf Gigawatt. Der MI450-Ramp mit OpenAI soll laut AMD-CEO Lisa Su planmĂ€ĂŸig in der zweiten JahreshĂ€lfte starten.

Parallel dazu arbeitet AMD gemeinsam mit Celestica an der „Helios"-Plattform, einer rack-skalierten KI-Infrastruktur auf Basis offener Standards. Die Plattform kombiniert AMDs Instinct-MI450-GPUs mit Hochgeschwindigkeits-Netzwerktechnologie und soll Ende 2026 verfĂŒgbar sein.

Risiken bleiben kalkulierbar

Nicht alles lĂ€uft reibungslos. US-ExportbeschrĂ€nkungen begrenzen das China-GeschĂ€ft spĂŒrbar: FĂŒr Q1 2026 sind lediglich rund 100 Millionen Dollar aus MI308-VerkĂ€ufen in China eingeplant. Im KI-GPU-Markt bleibt Nvidia der dominierende Konkurrent, im Server-CPU-Segment hĂ€lt Intel weiter dagegen.

Mittelfristig peilt AMD ein jĂ€hrliches Wachstum des Rechenzentrumssegments von mehr als 60 Prozent an — und KI-UmsĂ€tze in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar bis 2027. Ob Wells Fargos These aufgeht, wird der Quartalsbericht am 5. Mai zeigen: Formelle Gigawatt-AnkĂŒndigungen und ein klarer MI450-Zeitplan wĂ€ren die entscheidenden Signale.

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