Ams Osram Aktie: Verkauf stockt
29.01.2026 - 20:27:33Ams Osram treibt den Schuldenabbau voran – doch ausgerechnet die geplanten Verkäufe, auf die der gesamte Restrukturierungsplan aufbaut, geraten ins Stocken. Während der Wandelanleihen-Rückkauf erfolgreich abgeschlossen wurde, formiert sich politischer Widerstand gegen die Veräußerungspläne. Für das Unternehmen wird die Zeit knapp.
Die Eckdaten:
– Wandelanleihen im Wert von 199,9 Millionen Euro zurückgekauft
– Verkaufsverhandlungen verzögern sich durch politischen Druck
– Restrukturierungsplan kalkuliert fest mit über 500 Millionen Euro aus Veräußerungen
– Quartalszahlen am 10. Februar könnten Klarheit bringen
Verkaufsgespräche unter Druck
Die am 12. Januar bestätigten Verhandlungen über den Teilverkauf von Geschäftsbereichen verlaufen schwieriger als erwartet. Ams Osram spricht zwar von „fortgeschrittenen Gesprächen“, macht aber keine Zusicherungen zum Ausgang. Das ist bemerkenswert, denn der im April 2025 kommunizierte Entschuldungsplan rechnet fest mit Erlösen von deutlich über 500 Millionen Euro aus diesen Veräußerungen.
Der Widerstand kommt aus der Politik und von Gewerkschaften. Forderungen nach Arbeitsplatzgarantien und der Absicherung des Standorts Premstätten verkomplizieren die Gespräche zusätzlich. Zwar betonte das Unternehmen, den österreichischen Standort langfristig sichern zu wollen – konkrete Zusagen fehlen jedoch.
Wandelanleihen-Rückkauf bringt Entlastung
Positiv entwickelt sich der Schuldenabbau über den Kapitalmarkt. Am 19. Januar schloss Ams Osram den Teilrückkauf der 2027 fälligen Wandelanleihen ab. Von den ursprünglich 7.600 Anleihen wurden 1.999 Stück mit einem Nennwert von 199,9 Millionen Euro zu 96 Prozent des Nennwerts zurückgekauft. Das verbleibende Volumen beträgt noch 560,1 Millionen Euro.
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Die Nachfrage blieb allerdings unter dem angebotenen Maximum von 300 Millionen Euro. Das Settlement erfolgte am 21. Januar.
Zeitplan gerät unter Druck
Die finanzielle Lage des Halbleiterkonzerns bleibt angespannt. Der Wandelanleihen-Rückkauf verschafft zwar etwas Luft, doch ohne die geplanten Verkaufserlöse droht der Restrukturierungszeitplan zu kippen. Eine Verzögerung oder gar ein Scheitern der Verhandlungen würde das Unternehmen vor erhebliche Probleme stellen.
Am 10. Februar präsentiert Ams Osram die Zahlen für das vierte Quartal. Anleger dürften vor allem auf Updates zum Fortschritt der Verkaufsgespräche und zur Verschuldungssituation achten. Bis dahin bleibt offen, ob die angepeilten Veräußerungen tatsächlich noch in diesem Jahr gelingen.
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