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Aktien Europa: Erneute Verluste - MĂ€rkte bleiben vorsichtig

11.04.2025 - 12:08:24 | dpa.de

An Europas wichtigsten AktienmÀrkten ist es nach den Gewinnen am Vortag am Freitag wieder nach unten gegangen.

Im Vergleich zu den Vortagen waren die Schwankungen ab ĂŒberschaubar. Vor dem Wochenende zeigten sich die MĂ€rkte damit angesichts des Zollstreits vorsichtig. Zudem stehen Quartalszahlen großer US-Banken und US-Wirtschaftsdaten an.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 sank am Mittag um 1,15 Prozent auf 4.763,56 Punkte. Auch außerhalb des Euroraums ging es nach unten. Der Schweizer SMI CH0009980894 sank um 0,91 Prozent auf 11.142,62 Punkte. Mit dem britischen FTSE 100 GB0001383545 ging es dagegen nur um 0,26 Prozent auf 7.892,35 Punkte abwĂ€rts. In Großbritannien war die Wirtschaft im Februar ĂŒberraschend deutlich gewachsen.

Mit den Verlusten reagierten die MĂ€rkte auf die Vorgaben der Wall Street und den weiterhin brodelnden Zollstreit. "Vor allem die Eskalation zwischen den USA und China dĂŒrfte den Markt weiter beschĂ€ftigen, wo nach einem 'Rechenfehler' jetzt 145 Prozent Zoll auf alle aus dem Reich der Mitte in die USA eingefĂŒhrten Waren aufgeschlagen werden", stellte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker Robe Markets fest. "Kommen hier beide Parteien nicht bald an den Verhandlungstisch, dĂŒrfte der Handel zwischen den beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Welt beinahe zum Erliegen kommen."

China zog denn auch im Handelsstreit mit den USA nach: Die Gegenzölle auf US-Waren sollen nun auf 125 Prozent steigen, wie die Zollkommission des chinesischen Staatsrates mitteilte. Wenn die Regierung in Washington auch in Zukunft Zölle auf chinesische Waren erhebt, die in die USA exportiert werden, werde China dies ignorieren, teilte die Behörde weiter mit.

Marktexperte Andreas Lipkow hob unterdessen die Bedeutung von US-Erzeugerpreisen und dem Verbrauchervertrauen am Nachmittag hervor. "Diese Daten zeigen den Status Quo im Vorfeld der massiven Strafzölle noch einmal an und können als Bezugspunkt genommen werden", so Lipkow.

Der wieder vorsichtigere Markt setzte auf die am Vortag weniger gefragten defensiven Sektoren, allen voran die Versorger. Unter den Pharmaaktien waren Novartis CH0012005267 gefragt. Der Pharmakonzern will in den USA in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren insgesamt 23 Milliarden Dollar in den Ausbau der Produktion und der Forschung investieren. Mit den neuen Anlagen werde Novartis in der Lage sein, 100 Prozent der in den USA vertriebenen SchlĂŒssel-Medikamente auch vollstĂ€ndig in den USA zu produzieren, teilte der Pharmakonzern in der Nacht auf Freitag in den USA mit. Die Aktie gewann 1,5 Prozent.

SchwĂ€cher tendierten dagegen die Ölwerte. Aktien von BP GB0007980591 sanken nach einem Zwischenbericht um 1,8 Prozent. Die Analysten von Jefferies begrĂŒndeten die Abgaben mit der steigenden Verschuldung. Der Zwischenbericht werde zudem dazu fĂŒhren, dass die KonsensschĂ€tzungen fĂŒr die Ergebnisse um zehn bis 15 Prozent sinken, hieß es mit Blick auf die höher als erwartete Steuerquote im ersten Quartal.

Im schwĂ€chelnden Autosektor gaben Stellantis NL00150001Q9 um 5,3 Prozent nach. Der kriselnde Opel-Mutterkonzern hatte im ersten Quartal mit deutlichen Absatzproblemen zu kĂ€mpfen gehabt. In den drei Monaten bis Ende MĂ€rz ging die Zahl der an HĂ€ndler, Flotten- sowie Privatkunden ausgelieferten Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 1,2 Millionen StĂŒck zurĂŒck. Dabei lief es im zweitwichtigsten Markt Nordamerika mit einem Absatz-Einbruch von einem FĂŒnftel besonders schlecht.

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