ROUNDUPHaushaltsblockade, Trump

Trump droht mit ICE-Einsatz an FlughÀfen

22.03.2026 - 07:46:38 | dpa.de

Angesichts des wochenlangen Streits um die Weiterfinanzierung des Heimatschutzministeriums hat US-PrÀsident Donald Trump den Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE an FlughÀfen ins Spiel gebracht.

Die Beamten sollten vor Ort Sicherheitsmaßnahmen durchfĂŒhren "wie man sie noch nie zuvor gesehen" habe, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, sollten die Demokraten nicht sofort ein Abkommen unterzeichnen.

Der Einsatz könnte bereits am Montag beginnen, kĂŒndigte Trump in einem weiteren Post an. Dabei betonte er, er habe bereits mit der Behörde gesprochen. Diese solle um die Sicherheit an den Airports kĂŒmmern, "besser als jemals zuvor". "MACHT EUCH BEREIT", schrieb er in AnfĂŒhrungszeichen. Ob es tatsĂ€chlich zu einem Einsatz der umstrittenen Behörde kommt oder Trumps Worte folgenlos bleiben, war zunĂ€chst unklar.

Seit Tagen lange Schlangen an FlughÀfen des Landes

Hintergrund der Aussagen dĂŒrfte der Streit zwischen Republikanern und Demokraten zur Weiterfinanzierung des Heimatschutzministeriums sein. Diesem unterstehen neben ICE auch die Transportation Security Administration (TSA), die auf FlughĂ€fen die Sicherheitskontrolle der Passagiere verantwortet. Mehrere Abstimmungen ĂŒber ein neues Finanzpaket verfehlten die notwendige Mehrheit, seit Mitte Februar fehlt damit die Grundlage zur Bezahlung von einigen EinsatzkrĂ€ften wie der TSA. Dem Ministerium unterstehen neben ICE und TSA auch der Katastrophenschutz Fema und die KĂŒstenwache.

Seither schieben sich Republikaner und Demokraten gegenseitig die Schuld in die Schuhe, warum es sich etwa seit Tagen an den FlughĂ€fen des Landes vor den Sicherheitskontrollen staut: Passagiere etwa in Atlanta oder Houston warteten stundenlang auf eine TSA-Kontrolle und verpassten trotz genĂŒgend Pufferzeit ihre FlĂŒge. Wegen der Haushaltsblockade werden die Beamten derzeit nicht bezahlt, viele haben sich daraufhin krankgemeldet.

ICE-Einsatz weckt traumatische Erinnerungen

PrimĂ€r ist an US-FlughĂ€fen die Grenzschutzbehörde Customs and Border Protection (CBP) fĂŒr die Einreisekontrolle zustĂ€ndig, wĂ€hrend die Sicherheitskontrolle der Passagiere Aufgabe der TSA ist. ICE-Beamte kamen bislang vor allem im Landesinneren bei Abschiebungen von Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung zum Einsatz und gerieten aufgrund ihres rigorosen Vorgehens bei ihren Razzien in die Negativschlagzeilen. Anfang des Jahres starben zudem zwei US-Amerikaner, als US-EinsatzkrĂ€fte auf sie schossen.

In der Debatte um die VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit, wie die ICE-Beamten etwa in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota vorgingen, war auf Kristi Noem in BedrĂ€ngnis geraten. Trump entließ die Heimatschutzministerin Anfang des Monats - auch, weil ihr eine millionenschwere Werbekampagne und eine angebliche LiebesaffĂ€re zu einem ihrer engsten Berater zum VerhĂ€ngnis wurden. FĂŒr sie soll nun der bisherige Senator Markwayne Mullin nachrĂŒcken, dem ein gemĂ€ĂŸigterer FĂŒhrungsstil nachgesagt wird.

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