Angriff auf das DAX-Allzeithoch – Mega-Chance oder brutale Bullenfalle?
28.01.2026 - 07:42:18Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX zeigt sich aktuell extrem spannend: keine langweilige Seitwärts-Phase, sondern eine nervöse, aber klar bullische Grundstimmung. Die Bären lauern, doch die Bullen dominieren immer wieder mit frischen Aufwärts-Schüben. Frankfurt spielt ganz klar im Modus "testet das Allzeithoch" – jeder Rücksetzer wird aufmerksam beobachtet, ob er nur ein kurzer Dip zum Nachkaufen ist oder der Beginn eines größeren Abverkaufs.
Auf dem Parkett spricht man von einer angespannten Lage: Einerseits wirkt die Stimmung wie eine reife "grüne Rallye", angetrieben von der Hoffnung auf fallende Zinsen und eine sanfte wirtschaftliche Erholung. Andererseits liegt ständig die Angst vor einem "heftigen Absturz" in der Luft, falls die Hoffnung auf die Notenbanken enttäuscht wird oder die Unternehmenszahlen das Hoch-Niveau der Erwartungen nicht bestätigen.
Die Story: Was treibt den DAX wirklich? Der Kernfaktor bleibt die Europäische Zentralbank (EZB) unter Christine Lagarde. Nach einer langen Phase aggressiver Zinserhöhungen versucht die EZB jetzt, den schmalen Grat zu gehen: Inflation weiter einfangen, ohne die ohnehin schwache Konjunktur in der Eurozone vollends abzuwürgen.
Auf CNBC Europe dominiert ein Thema: Wie viele Zinssenkungen sind 2026 realistisch – und wie früh startet der Zyklus? Die jüngsten Inflationsdaten aus der Eurozone zeigen zwar eine Entspannung gegenüber dem Hoch, aber noch keinen komplett entspannten Zustand. Die Teuerung bleibt über dem Idealbereich, während das Wachstum in Deutschland wackelig wirkt: Industrieproduktion schwach, Auftragseingänge durchwachsen, Konsumverhalten verhalten – das Bild ist alles andere als ein raketenartiger Aufschwung.
Trotzdem: Der Markt blickt nach vorne. Tech- und Software-Schwergewichte aus dem DAX – allen voran Werte wie SAP – profitieren von der Story "Digitalisierung plus KI-Investitionen". Auch Industriewerte wie Siemens und Teile der Autoindustrie werden als Hebel auf eine mögliche Wiederbelebung des Welthandels gespielt. In den CNBC-Europa-Marktberichten wird immer wieder betont, dass internationale Investoren den DAX eher als zyklisches Play auf die globale Wirtschaft und weniger als reinen Deutschland-Trade sehen.
Gleichzeitig sitzen die Bären nicht still. Themen wie strukturelle Schwäche im deutschen Standort, teure Energie, Bürokratie, lahme Baukonjunktur und Unsicherheit in der Politik sorgen dafür, dass jeder stärkere Aufwärtsmove von skeptischen Kommentaren begleitet wird. Viele Fonds nutzen daher Anstiege für Gewinnmitnahmen, anstatt voll auf die Rallye draufzuspringen. Das schafft eine explosive Mischung: Jeder Rücksetzer kann schnell übertrieben werden, wenn Stopp-Losses fallen, aber ebenso kann jeder positive Trigger zu einem schnellen Short Squeeze führen.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: https://www.youtube.com/results?search_query=DAX+Analyse+2026
TikTok: Markttrend: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Stimmung: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/
Auf YouTube siehst du gerade auffällig viele DAX-Charts mit eingezeichneten Widerständen und Warnungen vor der "Bullenfalle". Viele Creator sprechen davon, dass die Rallye schon weit gelaufen ist und nur noch wenig Puffer nach oben bleibt, bevor die Luft dünn wird. Gleichzeitig betonen einige Trader, dass jeder größere Dip in den letzten Monaten eher eine Einladung zum "Dip kaufen" war als der Beginn eines echten Crashs.
Auf TikTok wirkt der Vibe gemischt: Die einen feiern die "Deutschland-Rallye" und posten kurze Clips zu schnellen Trades im DAX-Future, andere warnen vor dem "nächsten großen Knall" und verweisen auf geopolitische Risiken, verschuldete Staaten und die Zinswende. Instagram-Börsenaccounts zeigen Charts, auf denen der DAX optisch ganz klar im langfristigen Aufwärtstrend unterwegs ist, aber eben nahe einer Zone, in der schon mehrfach Gewinnmitnahmen eingesetzt haben.
- Key Levels: Im Fokus stehen vor allem "wichtige Zonen" knapp unterhalb des Allzeithochs, an denen der Markt in der Vergangenheit öfter gedreht hat. Trader achten hier auf klare Signale: bullischer Ausbruch mit Volumen oder scharfe Abweisung nach unten. Darunter gilt eine mittelgroße Unterstützungszone als entscheidend, ob nur ein normaler Pullback läuft oder eine echte Trendwende droht. Darunter wiederum beginnt eine breitere Zone, die viele als letzte Bastion der Bullen ansehen, bevor man von einem ausgewachsenen Bärenmarkt-Szenario spricht.
- Sentiment: Die Frage in Frankfurt lautet: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle? Aktuell haben ganz klar die Bullen den Vorteil, aber es ist kein entspannter Bullenmarkt, sondern ein nervöser, von Nachrichten getriebener. Jeder EZB-Kommentar, jede neue Inflationszahl, jede Prognose-Anpassung eines DAX-Schwergewichts kann in Sekunden den Ton drehen. Die Bären setzen auf Enttäuschungen, die Bullen auf das Narrativ "Peak Zinsen, Gewinnwachstum kommt zurück".
Technische Szenarien: Wie spielst du den DAX jetzt?
Wenn du dir die Charttechnik anschaust, erkennst du drei dominante Setups:
1. Der bullische Ausbruch:
Gelingen der Sprung über die aktuelle Widerstandszone und ein sauberer Tagesschluss darüber, wäre das für viele Algo-Systeme und institutionelle Trader ein Kaufsignal. Dann kann eine weitere grüne Rallye folgen, angetrieben von FOMO – der Angst, die Bewegung zu verpassen. In diesem Szenario werden Rückläufe bis zur Ausbruchsmarke oft als neue Einstiegsgelegenheit genutzt.
2. Die Bullenfalle:
Typisch am Hoch: Der Markt bricht kurz nach oben aus, zieht kurzfristig euphorische Trader an – und dreht dann plötzlich brutal nach unten. Hohe Volatilität, lange Dochte in den Kerzencharts, schnelle Richtungswechsel. In einem solchen Setting werden späte Käufer durchausschüttelt, während smarte Hände ihre Positionen abbauen oder hedgen. Genau dieses Risiko macht den aktuellen Bereich so heikel.
3. Der tiefe Reset:
Sollte die EZB-Kommunikation deutlich restriktiver ausfallen als erwartet, oder sollten große DAX-Konzerne mit schwachen Ausblicken schocken, wäre ein heftiger Absturz nicht ausgeschlossen. Das würde das Sentiment schlagartig drehen – vom mühsam aufgebauten Vertrauen zurück zur Angst vor Rezession, Gewinnrückgängen und Bewertungsdruck. In diesem Modus suchen die Märkte dann eher neue, tiefere Kaufzonen, bevor ein nachhaltiger Bullenmarkt weiterlaufen kann.
Makro-Zoom: Warum die EZB der heimliche Chef im DAX ist
Solange unklar ist, wie schnell und wie stark die EZB wirklich lockert, bleibt der DAX in einem Spannungsfeld. Schnelle, deutliche Zinssenkungen würden vor allem zinssensitive Sektoren pushen: Immobilien, Tech, Wachstumswerte allgemein. Eine vorsichtigere EZB mit "höher für länger"-Zinsen würde defensive Titel und Qualitätswerte bevorzugen, während hochbewertete Wachstumsstories unter Druck kommen könnten.
Die Angstkomponente: Sollte sich zeigen, dass die Inflation wieder anzieht oder nur sehr langsam zurückkommt, müsste die EZB länger auf der Bremse bleiben. Das würde das Narrativ eines baldigen Zinswende-Booms zerlegen – genau das, worauf aktuell viele optimistische DAX-Szenarien bauen. Auf der anderen Seite könnte eine deutliche Abkühlung der Inflation, kombiniert mit besseren Frühindikatoren für die deutsche und europäische Konjunktur, die Bullen massiv stärken.
Fazit: Der DAX steht an einer Weggabelung – und das macht ihn für Trader extrem spannend. Du hast auf der einen Seite ein Umfeld, das nach einem weiteren Aufwärtskapitel riecht: Hoffnung auf Zinssenkungen, Storys rund um KI, Digitalisierung und Exporterholung, dazu reichlich Liquidität, die bei positiven Signalen sehr schnell in den Markt fließen kann. Auf der anderen Seite steht ein Berg an Risiken: geopolitische Spannungen, fragile deutsche Industrie, politische Unsicherheiten, mögliche Gewinnwarnungen und eine EZB, die jederzeit verbal auf die Bremse treten kann.
Für kurzfristig orientierte Trader heißt das: Volatilität ist dein bester Freund, aber nur mit sauberem Risikomanagement. Stopps gehören in dieses Umfeld genauso dazu wie ein klarer Plan, ob du einen Ausbruch prozyklisch spielen oder lieber auf den Rücksetzer warten willst. Für langfristige Anleger geht es weniger um den exakten Einstiegspunkt, sondern um die Frage, ob du an die Wettbewerbsfähigkeit der DAX-Unternehmen und an Europa als Investment-Case glaubst.
Egal, zu welchem Camp du gehörst – Bulle oder Bär – eines ist klar: Der DAX ist gerade kein Markt für Schlafwagen-Investoren. Wer diese Phase aktiv begleitet, Informationen filtert und diszipliniert handelt, kann aus der aktuellen Unsicherheit große Chancen ziehen. Wer dagegen ohne Plan nur der nächsten Schlagzeile hinterherspringt, riskiert, genau dort ausgestoppt zu werden, wo die Profis erst richtig anfangen aufzubauen.
Bottom Line: Angriff auf das Hoch oder Start in den nächsten Abwärtszyklus – der Markt wird entscheiden. Deine Aufgabe: vorbereitet sein, nicht überrascht.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest ĂĽberlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschlieĂźlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


