ABDA Bundesvgg. Dt. ApothekerverbÀnde / Apothekenwirtschaftsbericht ...
14.05.2025 - 11:59:08 | dpa.deZwar kam es im vorigen Jahr durch dendemographischen Wandel und den medizinischen Fortschritt zu höheren UmsĂ€tzen inden Apotheken. Aber ein wachsender Wareneinsatz und insgesamt steigende Kostenbelasten weiterhin den Rohertrag der Betriebe. 26 Prozent der Apotheken haben2024 daher mit einem Betriebsergebnis unter 75.000 Euro abgeschlossen, bei 7Prozent der Apotheken lag es sogar im Minusbereich. Das Betriebsergebnis derdurchschnittlichen Apotheke steigt zwar nominal an, hat sich aber in realenWerten - korrigiert um die Inflationsrate - seit 20 Jahren kaum verĂ€ndert. Trotzdieser bedrohlichen Situation hat die Bundesregierung das Apothekenhonorar seit12 Jahren nicht angepasst. Auch deswegen geht die Zahl der Apotheken immerweiter zurĂŒck. Das geht aus dem Apothekenwirtschaftsbericht 2025 hervor, derheute beim Wirtschaftsforum des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) in Berlinvorgestellt wurde.
Der Gesamtumsatz der Apotheken lag 2024 demnach bei 70,40 Mrd. Euro (netto)gegenĂŒber 66,36 Mrd. Euro (netto) im Jahr 2023. Eine durchschnittliche Apothekeerwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 3,699 Mio. Euro (netto). Davon machteallein der Wareneinsatz 80,0 Prozent aus. Nach Abzug von Personal- (9,8 Prozent)und sonstigen abzugsfĂ€higen Kosten (6,2 Prozent) ergab sich fĂŒr diedurchschnittliche Apotheke ein Betriebsergebnis vor Steuern und Altersvorsorgevon 162.073 Euro im Jahr 2024. Somit verharrt die Gewinnmarge der Inhaberinnenund Inhaber mit rund 4,4 Prozent auf einem der historisch tiefsten Werte. Mit1,8 Prozent Anteil an den Gesamtausgaben im Jahr 2024 bleibt dasApothekenhonorar einer der kleinsten Ausgabenblöcke der GesetzlichenKrankenversicherung (GKV). Derweil geht die Zahl der Apotheken weiter zurĂŒck:Waren es zum Jahresende 2024 noch 17.041 Apotheken, so sind es am Ende desersten Quartals 2025 nur noch 16.908 BetriebsstĂ€tten.
"Die Lage in den Apotheken ist unverĂ€ndert angespannt", sagte DAV-VorsitzenderDr. Hans-Peter Hubmann in seinem Politischen Lagebericht: "Immer mehr ApothekenmĂŒssen schlieĂen. So kann es nicht, so darf es nicht weitergehen! Die Koalitionder Mitte hat in ihrem Koalitionsvertrag sehr konkret beschrieben, welcheMaĂnahmen sie zur Stabilisierung der Vor-Ort-Apotheken ergreifen will. Das istaus unserer Sicht ein guter Anfang, eine solide Grundlage, auf der wir gemeinsammit den neuen politischen Verantwortlichen die Arzneimittelversorgung durchVor-Ort-Apotheken fĂŒr die Menschen in unserem Land fĂŒr die Zukunft sicheraufstellen wollen." Hubmann weiter: "Apotheken sind nicht das Problem, sondernein Teil der Lösung, wenn es darum geht, das Gesundheitssystem zu stabilisierenund effizient auszugestalten."
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7002/6033743OTS: ABDA Bundesvgg. Dt. ApothekerverbÀnde
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