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Zu unzuverlÀssig: Apple erklÀrt Verzögerung bei KI-Siri

11.06.2025 - 05:50:11

Apple US0378331005 hat zum ersten Mal ausfĂŒhrlicher erklĂ€rt, warum eine neue Version der Sprachassistentin Siri mit KĂŒnstlicher Intelligenz auf sich warten lĂ€sst.

Der iPhone-Konzern habe zwar funktionierende Prototypen der Software gehabt. "Aber wir konnten sie nicht so schnell verlÀsslich machen, wie wir dachten", sagte Apples Software-Chef Craig Federighi dem "Wall Street Journal" am Rande der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC.

Der iPhone-Konzern hatte bei der WWDC 2024 eine stark verbesserte Siri mit KĂŒnstlicher Intelligenz angekĂŒndigt. Der Plan von Apple ist, dass die kĂŒnftige Siri fĂŒr Nutzer besonders hilfreich werden soll, weil die Software Zugang zu persönlichen Informationen der Nutzer hat und quer ĂŒber verschiedene Apps aktiv sein kann. Vor einem Jahr wurden bereits sehr konkrete Nutzungs-Szenarien dafĂŒr vorgestellt. Doch im MĂ€rz gab Apple bekannt, dass man dafĂŒr lĂ€nger brauche - schĂ€tzungsweise bis zum "kommenden Jahr".

Kein genauer neuer Termin

"Ich wĂŒrde diese Entscheidung wieder treffen", sagte Marketing-Chef Greg Jozwiak der Zeitung. Er widersprach der Darstellung, dass Apple vor einem Jahr gar keine funktionierende KI-Siri gehabt habe.

Federighi erklĂ€rte, bei interner Nutzung habe man festgestellt, dass die Software nicht verlĂ€sslich genug funktioniere, um ein Apple-Produkt zu sein, wenn man "ausgetretene Pfade" verließ. Er wollte auf Nachfrage keinen konkreten neuen Termin fĂŒr das Erscheinen der KI-Siri nennen - weil man zuvor die Probleme im Griff haben wolle.

Kern von "Apple Intelligence"

Der Rivale Google US02079K1079, bei dem das konkurrierende Mobil-Betriebssystem Android entwickelt wird, ist gerade dabei, seine KI-Software Gemini tiefgreifend in die Smartphones zu integrieren. Sie könnte eine Ă€hnliche Rolle spielen, wie sie Apple fĂŒr Siri auf den iPhones vorschwebt. KI-Systeme wie Gemini oder ChatGPT von der Entwicklerfirma OpenAI lassen ursprĂŒngliche Sprachassistenz-Software wie Siri, den Google Assistant oder Amazons Alexa veraltet aussehen.

Apple fasste seine KI-Angebote im vergangenen Jahr unter dem Namen "Apple Intelligence" zusammen. Bisher kann die Software unter anderem Texte umformulieren und zusammenfassen sowie neue Emoji aus Beschreibungen der Nutzer erstellen. Die neue Siri hatte der Konzern im vergangenen Jahr als das HerzstĂŒck von Apple prĂ€sentiert.

@ dpa.de | US02079K1079 PRODUKTION/ABSATZ