Apples Siri-Upgrade verzögert sich erneut
12.02.2026 - 08:31:12Apple muss die Einführung seiner neuen KI-Fähigkeiten für Siri verschieben. Die Probleme bei internen Tests zwingen den Konzern zu einem gestaffelten Rollout.
Cupertino – Der große KI-Frühling bei Apple fällt aus. Das hoch angekündigte Upgrade für den Sprachassistenten Siri mit generativer Künstlicher Intelligenz kommt später und in kleineren Portionen als geplant. Eigentlich sollte die vollständig überarbeitete Siri im März mit dem Update iOS 26.4 erscheinen. Doch interne Tests offenbarten erhebliche Performance-Probleme, wie aus Unternehmenskreisen bekannt wurde. Die wichtigsten neuen Funktionen werden nun auf mehrere Updates verteilt – einige erst im Herbst.
Performance-Probleme bremsen den Rollout
Die Verzögerung ist ein herber Rückschlag für Apples KI-Ambitionen. Die neue, unter dem Codenamen Linwood entwickelte Architektur hält in aktuellen Testversionen den eigenen Ansprüchen nicht stand. Nutzer erleben langsame Antwortzeiten und Fehlinterpretationen von Anfragen. Ein besonders störender Bug unterbricht Siri, wenn Nutzer zu schnell sprechen – ein Todesurteil für natürliche Konversationen.
Hinzu kommen Integrationsschwierigkeiten. Das System fällt in Tests oft auf die bestehende ChatGPT-Anbindung zurück, obwohl eigene Technologie zum Zug kommen sollte. Diese Mängel veranlassten die Führungsetage, den für März geplanten Launch zu verschieben. Ein ambitioniertes internes Ziel rückt damit in weite Ferne.
Gestaffelte Einführung der KI-Funktionen
Betroffen sind einige der spektakulärsten Ankündigungen von der WWDC 2024. Dazu zählen komplexe „App Intents“, mit denen Siri mehrstufige Aufgaben über App-Grenzen hinweg erledigen könnte. Die tiefe Integration in persönliche Daten – etwa die Suche in alten Nachrichtenverläufen – wird ebenfalls zurückgestellt.
Statt eines großen Wurfs verfolgt Apple nun eine Phase-in-Strategie. Einige Features könnten im Mai mit iOS 26.5 in einer Vorschauversion erscheinen. Andere werden womöglich erst mit dem großen iOS-27-Update im September fertig. Die Botschaft ist klar: Stabilität geht vor Funktionsfülle.
Wettlauf unter Druck
Die erneute Verschiebung unterstreicht die technische Komplexität von Apples Weg. Während Wettbewerber wie Google und Microsoft ihre KI-Assistenten längst etabliert haben, ringt Apple um eine eigene, datenschutzkonforme Lösung. Craig Federighi, Senior Vice President für Software Engineering, betonte stets, dass die personalisierte KI Daten on-device oder auf besonders geschützten Servern verarbeitet – ein technisch anspruchsvollerer Ansatz.
Die Reaktion der Märkte blieb verhalten. Der Aktienkurs zeigte nur einen leichten Rücksetzer. Beobachter deuten dies als Zeichen gedämpfter Erwartungen an Apples unmittelbare KI-Fortschritte.
Alles hängt an iOS 27
Die Hoffnungen richten sich nun voll auf den Herbst. Mit iOS 27 will Apple die Vision eines chatbot-artigen, konversationsfähigen Assistenten namens Campo verwirklichen. Die kommenden Monate sind entscheidend, um die Softwarefehler zu beheben.
Für Millionen iPhone-Nutzer, die mit dem Kauf neuer Modelle auf eine schlauere Siri gewartet haben, verlängert sich die Geduldsprobe. Apples behutsamer, privatsphärenorientierter KI-Kurs steht auf dem Prüfstand. Der Konzern muss liefern, um den selbst gesetzten Erwartungen gerecht zu werden.
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