Arbeitsmarkt stützt deutschen Wohnungsmarkt bis 2026
11.02.2026 - 06:28:12Eine aktuelle IAB-Prognose sieht den robusten Arbeitsmarkt als zentralen Stabilitätsanker für die hohe Nachfrage nach Wohnraum. Trotz verhaltener Konjunktur und Demografie-Wandel bleibt die Beschäftigung auf Rekordniveau – und treibt so Mieten und Preise in beliebten Lagen weiter an.
Stabile Jobs trotz leichter Delle
Die deutsche Wirtschaft erwartet für 2026 ein moderates BIP-Wachstum von rund 1,1 Prozent. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) prognostiziert dennoch einen leichten Rückgang der Erwerbstätigen um etwa 20.000 Personen.
Der scheinbare Widerspruch löst sich im demografischen Wandel auf: Die geburtenstarken Jahrgänge scheiden aus dem Erwerbsleben aus, was das Erwerbspersonenpotenzial erstmals schrumpfen lässt. Dass die Beschäftigtenzahl dennoch nahezu unverändert bleibt, unterstreicht die Resilienz des Marktes. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten soll sogar leicht steigen, vor allem getragen durch Teilzeitstellen.
Viele Mieterhöhungen 2025 scheitern an der falschen Begründung – besonders in Metropolregionen mit starkem Arbeitsmarkt. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Ihnen in nur 5 Minuten aktuelle Vergleichsmieten, regionale Tabellen und rechtssichere Formulierungen zur Begründung von Mieterhöhungen. Mit praktischen Begründungshilfen und Musterformulierungen vermeiden Sie teure Fehler bei Anpassungen. Download als PDF per E‑Mail. Gratis Mietspiegel-Report 2025 herunterladen
Job-Magnete heizen regionale Märkte an
Die Nachfrage verteilt sich nicht gleichmäßig. Sie konzentriert sich auf Metropolregionen, die als Job-Magnete wirken. Während das produzierende Gewerbe mit Rückgängen rechnet, wächst der Sektor öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit stark. Hier allein erwartet das IAB für 2026 rund 130.000 neue Stellen.
Städte wie Hamburg, Berlin oder München bleiben damit Anziehungspunkte für qualifizierte Arbeitskräfte. Die IAB-Regionalprognose zeigt ein gemischtes Bild: Für Hamburg wird deutliches Beschäftigungswachstum erwartet, einige ostdeutsche Bundesländer müssen dagegen mit leichten Rückgängen rechnen.
Die ungebrochene Attraktivität der Großstädte sorgt dort für anhaltend hohen Druck auf dem Wohnungsmarkt. Wo die Jobs sind, wird auch Wohnraum gesucht.
Angebot kann mit Nachfrage nicht mithalten
Auf diese robuste Nachfrage trifft ein Wohnungsangebot, das seit Jahren hinterherhinkt. Zwar haben sich die Rahmenbedingungen etwas entspannt – Baupreise steigen langsamer, Hypothekenzinsen sind gesunken. Von einer Trendwende ist der Wohnungsbau aber weit entfernt.
Hohe Baukosten, knappe Ressourcen und Fachkräftemangel bremsen das Tempo. Experten sehen in diesem Ungleichgewicht den Hauptgrund für weiter steigende Mieten und Preise. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg Anfang 2025 zwar leicht an, reicht aber nicht aus, um die strukturelle Angebotslücke zu schließen. Der hohe Bauüberhang von rund 760.000 Wohnungen wirkt lediglich stabilisierend.
Geteilte Lage für Mieter und Käufer
Die Folge ist eine zweigeteilte Marktentwicklung:
* Für Mieter in Ballungszentren bleibt die Lage angespannt. Die sichere Nachfrage übersteigt das Angebot und treibt die Mieten.
* Für Käufer ist es komplexer. Ein fester Job sichert die Finanzierungsfähigkeit, doch hohe Zinsen und Kaufpreise bleiben erhebliche Hürden. Branchenexperten gehen dennoch von tendenziell weiter steigenden Preisen aus, angetrieben von der Knappheit.
Kann die Politik das Auseinanderklaffen von Nachfrage und Angebot noch flankieren? Fachkräftesicherung ist entscheidend, um die Kaufkraft der Haushalte zu erhalten. Gleichzeitig fordern Verbände klare Prioritäten für bezahlbaren Wohnraum: schnellere Genehmigungen, niedrigere Baukosten und gezielte Förderprogramme.
Ohne deutlichen Angebotsschub bleibt Wohnen in wirtschaftsstarken Regionen ein soziales Spannungsfeld. Der stabile Arbeitsmarkt verhindert einen Nachfrageeinbruch – löst aber nicht die Probleme auf der Angebotsseite.
PS: Wollen Sie wissen, was Sie 2025 wirklich verlangen dürfen? Der Mietspiegel-Report zeigt die eine Tabelle, die Vermieter in angespannten Städten vor Rechtsstreitigkeiten schützt, und liefert Praxis-Tipps für rechtssichere Mieterhöhungen sowie aktuelle Vergleichsmieten. Kompakt, regional aufbereitet und kostenlos als PDF zum Download. Jetzt Mietpreise für Ihre Stadt prüfen
@ boerse-global.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.


