Aktien Asien / Pazifik: Zaghafte Stabilisierung nach Kursrutsch
01.04.2025 - 09:08:46Vor weiteren US-Importzöllen, die US-PrĂ€sident Donald Trump am Mittwoch bekanntgeben will, blieb die Stimmung allerdings verhalten. "Die Unsicherheit ĂŒber die stĂ€ndig wechselnden PlĂ€ne des PrĂ€sidenten hat BefĂŒrchtungen ausgelöst, dass die neuen Zölle Lieferketten stören und die Preise fĂŒr amerikanische Verbraucher erhöhen könnten", hieĂ es dazu von der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg.
Entsprechend ĂŒberschaubar blieb die Stabilisierung in Japan, nachdem der Aktienmarkt des exportorientierten Landes am Vortag unter Druck gekommen war. Der Nikkei 225 XC0009692440JP9010C00002 schloss kaum verĂ€ndert mit 35.624,48 Punkten.
Etwas besser sah es in China aus. Der Hang-Seng-Index HK0000004322 der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong zog um 0,46 Prozent auf 23.225,70 Punkte an, wĂ€hrend der CSI-300-Index CNM0000001Y0 mit den wichtigsten chinesischen Festlandsaktien unverĂ€ndert tendierte. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf neue Konjunkturdaten. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex fĂŒr das Verarbeitende Gewerbe sei im MĂ€rz besser als erwartet ausgefallen und habe dabei von einer anhaltend soliden Auftragsentwicklung profitiert.
Allerdings bremsten die Zollsorgen. "In den vergangenen zwei Monaten hat Washington den durchschnittlichen Zollsatz auf chinesische Importe von rund 20 auf 40 Prozent erhöht", merkte Marktstratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank an. "Zudem kĂŒndigte US-PrĂ€sident Donald Trump an, ab morgen Einfuhren aus LĂ€ndern, die wie China in groĂem Stil venezolanisches Ăl beziehen, mit einem zusĂ€tzlichen Zoll von 25 Prozent zu belegen."
FĂŒr den australischen Leitindex S&P/ASX 200 XC0006013624 ging es unterdessen um ein Prozent auf 7.925,16 Punkte nach oben. Die Notenbank des Landes hatte sich bei ihrer jĂŒngsten Sitzung wie erwartet nicht bewegt, zugleich aber auf die internationalen Risiken verwiesen und damit die Möglichkeit von Zinssenkung offen gelassen. Etwas stĂ€rkeren Gewinne verbuchten auch die am Vortag deutlich gefallenen MĂ€rkten SĂŒdkoreas und Taiwans.

