Atemtests revolutionieren die Darmkrebs-Vorsorge
27.01.2026 - 07:22:12Ein einfacher Atemtest könnte künftig die Früherkennung von Darmkrebs und anderen Erkrankungen grundlegend verändern. Neue Technologien analysieren die Ausatemluft und liefern präzise Einblicke in die Darmgesundheit – ganz ohne invasive Eingriffe.
Was unser Atem verrät
Die menschliche Ausatemluft enthält tausende flüchtige organische Verbindungen. Sie sind Nebenprodukte unseres Stoffwechsels. Die wissenschaftliche Disziplin „Breathomics“ analysiert diese Verbindungen und zieht Rückschlüsse auf Krankheiten.
Die Funktionsweise ist genial: Bestimmte Darmbakterien produzieren bei der Verdauung Gase wie Wasserstoff oder Methan. Diese gelangen ins Blut, werden zur Lunge transportiert und ausgeatmet. Ein Test kann sie nachweisen.
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Von SIBO bis Krebs: Das breite Anwendungsspektrum
Bisher kamen Atemtests vor allem zum Einsatz, um eine Laktoseintoleranz oder eine Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) zu diagnostizieren. Letztere gilt als eine Hauptursache für das Reizdarmsyndrom. Neue Entwicklungen gehen nun viel weiter.
Ein deutsches Unternehmen wurde kürzlich für einen innovativen Indikator-Atemtest ausgezeichnet. Er misst die Konzentration von Schwefelwasserstoff in der Atemluft. Erhöhte Werte dieses Gases korrelieren stark mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko.
- Das Prinzip: Ungünstige Ernährung verändert die Darmflora.
- Die Folge: Bestimmte Bakterien produzieren mehr Schwefelwasserstoff.
- Die Erkennung: Ein einfaches Ampelsystem im Test zeigt das persönliche Risiko an und motiviert zur weiteren Abklärung.
Die stille Achse: Wie Darm und Lunge kommunizieren
Die Bedeutung der Atemanalyse wird durch das Konzept der Darm-Lungen-Achse unterstrichen. Forschungen zeigen: Das Darmmikrobiom prägt in der frühen Kindheit die Entwicklung des Lungengewebes und des Immunsystems.
Eine geringe Vielfalt an nützlichen Darmbakterien bei Säuglingen wird mit einem höheren Risiko für spätere Asthma-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Die Atemanalyse bietet ein einzigartiges Fenster, um diese komplexe Verbindung zwischen den Organen zu erforschen.
Mehr als nur Diagnose: Ein Paradigmenwechsel für Patienten
Für Betroffene bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: weniger Belastung. Unangenehme Endoskopien oder Biopsien könnten in vielen Fällen zunächst durch einen einfachen Atemzug ersetzt werden.
Das senkt die Hemmschwelle für Vorsorgeuntersuchungen deutlich. Für chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa eröffnen sich zudem neue Möglichkeiten für ein personalisiertes Krankheitsmanagement. Klinische Studien an Einrichtungen wie der Charité Berlin treiben die Forschung hier stetig voran.
Ein Atemzug als Gesundheits-Check der Zukunft?
Das Potenzial der Atemanalyse ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Ein zentrales Forschungsziel ist die Identifizierung spezifischer „Atem-Fingerabdrücke“ für verschiedene Krankheiten – von Stoffwechselstörungen bis zu neurodegenerativen Erkrankungen.
Experten sehen in der Technologie eine Chance, die Präventivmedizin zu revolutionieren. Die Vision: Ein routinemäßiger Atemtest wird so selbstverständlich wie die Blutdruckmessung und liefert einen umfassenden Spiegel unserer inneren Gesundheit.
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