Produktion/Absatz, Deutschland

Chaos am MĂŒnchner Airport - 750 Passagiere verpassen Flieger

04.10.2024 - 17:53:31 | dpa.de

Bei den chaotischen ZustĂ€nden am Terminal 2 des MĂŒnchner Flughafens haben am Donnerstag rund 750 Menschen ihren ursprĂŒnglich gebuchten Flug verpasst.

Bilder von extrem langen Schlangen und stundenlange Wartezeiten vor den Sicherheitskontrollen hatten am Tag der Deutschen Einheit die Runde durch die sozialen Medien gemacht.

Bei einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag sprach Flughafenchef Jost Lammers von einem "sehr ungewöhnlichen Anreiseverhalten der Passagiere". Die Menschen seien "teilweise mit sechs Stunden oder mehr vor Abflug erschienen". Entsprechend habe sich das Aufkommen geballt. Auf die Frage einer Journalistin, warum die Passagiere auf einmal frĂŒher anreisten, sagte Lammers, das sei das "Zentrum unserer Analysen". Dies sei eine Situation, die völlig von der Situation abweiche, die man aus den vergangenen Jahren kenne.

Lammers entschuldigte sich fĂŒr "lange Schlangen und erhebliche Zeitverzögerungen" in den vergangenen Tagen. Um die Situation zu entspannen, werden die FluggĂ€ste der Lufthansa DE0008232125-Tochter Discover Airlines seit Freitagmorgen durch die Sicherheitsschleusen des Terminal 1 geschleust. Zu Spitzenzeiten wolle man zudem FluggĂ€ste, die eigentlich ins Terminal 2 mĂŒssen, per Bus zu den Kontrollen im Terminal 1 fahren. Der Flughafen und die Lufthansa appellieren außerdem an Passagiere, nicht frĂŒher als drei Stunden vor Abflug zu den Sicherheitskontrollen zu kommen. Flugzeuge der Lufthansa und ihrer Tochter-Gesellschaften fliegen in MĂŒnchen in der Regel vom Terminal 2 ab.

Nach Angaben der Firma SGM, deren Mitarbeiter im Auftrag der Regierung von Oberbayern die Sicherheitskontrollen durchfĂŒhren, waren am Donnerstag alle Kontrollstellen in Betrieb. Man habe im Terminal 2 acht neuartige CT-Spuren und neun konventionelle Spuren in Betrieb, sagte der operative GeschĂ€ftsfĂŒhrer Matthias Dohse. Zwei CT-Scanner kĂ€men demnĂ€chst dazu, fĂŒr den kommenden Sommerflugplan rechne man mit einer KapazitĂ€tssteigerung von rund 30 Prozent.

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