AKTIE IM FOKUS: Symrise schwach - Gewinnmitnahmen nach mĂ€Ăigen Zahlen
01.08.2024 - 12:33:12 | dpa.deAnalysten bewerteten die GeschĂ€ftszahlen des Aromen- und Duftstoffeherstellers insgesamt bestenfalls als erwartungsgemĂ€Ă. Auch der bestĂ€tigte Jahresausblick konnte nicht begeistern.
Um die Mittagszeit bĂŒĂten die Titel im schwachen Dax DE0008469008 1,6 Prozent auf 114,90 Euro ein. Damit zollten sie dem jĂŒngsten AufwĂ€rtstrend etwas Tribut, der ihnen am Vortag mit 117,20 Euro den höchsten Stand seit Anfang 2022 beschert hatte. FĂŒr 2024 steht bislang ein ĂŒberdurchschnittliches Kursplus von 15 Prozent zu Buche. Der deutsche Leitindex ist im selben Zeitraum um 9,6 Prozent gestiegen.
Symrise erzielte im ersten Halbjahr dank guter GeschĂ€fte mit teuren ParfĂŒms und ZusĂ€tzen fĂŒr Heimtiernahrung ein krĂ€ftiges Umsatzwachstum. Auch dank eines Sparprogramms legte der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) noch deutlicher zu. Am Ausblick hielt Symrise fest. Finanzvorstand Olaf Klinger betonte in einer Telefonkonferenz indes, er sei optimistisch, zumindest am oberen Ende der Zielspanne fĂŒr das organische Umsatzwachstum herauszukommen. Mehr dazu könnte es bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal geben.
Die Zahlen entsprÀchen zwar weitgehend den KonsensschÀtzungen, doch der Markt habe wohl auf mehr gehofft, kommentierte Analyst Konstantin Wiechert von der Baader Bank.
Analystin Georgina Fraser von der US-Investmentbank Goldman Sachs sprach von einem im Vergleich zur Konkurrenz enttĂ€uschenden zweiten Quartal. Zudem liege die bestĂ€tigte Zielspanne fĂŒr das organische Umsatzwachstum unter dem Konsens und noch klarer unter ihrer optimistischeren SchĂ€tzung. Investoren, mit denen sie vor der Zahlenvorlage gesprochen habe, hĂ€tten mit einem starken Quartal sowie einer Anhebung des Ebitda-Ziels gerechnet. Die Erwartungen an die Kennziffer könnten sich nun als zu ambitioniert erweisen, zumal die Marge in der zweiten JahreshĂ€lfte traditionell ohnehin niedriger ausfalle als im ersten Halbjahr.
Nach Prognosesenkungen 2023 sei Symrise zwar wohl gut beraten mit der AusblicksbestĂ€tigung, ergĂ€nzte Charles Eden von der Schweizer GroĂbank UBS. Doch die ausgebliebene Anhebung dĂŒrfte die Anleger gleichwohl enttĂ€uschen.
Die Aktien des Schweizer Wettbewerbers Givaudan CH0010645932 zeigten sich derweil am Donnerstag unbeeindruckt von den Symrise-Nachrichten: Sie setzten mit plus 1,1 Prozent ihre Erholung vom gut eine Woche alten KursrĂŒckschlag fort, als das Unternehmen mit seinem Zwischenbericht enttĂ€uscht hatte. Ihren Jahresgewinn schraubten sie so auf rund 23 Prozent hoch.
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