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Betrugsrecht.de: Betrüger jagen Betrugsopfer erneut

11.02.2026 - 14:32:12

Die Webseite betrugsrecht.de tarnt sich als Anwaltskanzlei, um bereits Geschädigten mit falschen Rückholversprechen erneut Geld zu stehlen. Behörden warnen vor der perfiden Methode.

Eine perfide Betrugsmasche zielt gezielt auf Opfer von Online-Betrug ab. Die Webseite betrugsrecht.de gibt sich als seriöse Anwaltskanzlei aus, um geschädigten Anlegern das verlorene Geld ein zweites Mal zu stehlen. Initiativen wie die Watchlist Internet warnen aktuell vor diesem sogenannten Recovery-Scam.

Die Masche ist skrupellos: Sie nutzt die Verzweiflung der Geschädigten. Die Täter ködern mit dem Versprechen, verlorene Gelder aus Anlage- oder Kryptobetrug zurückzuholen. Professionell gestaltete Webseiten und angebliche Erfolgsgeschichten sollen Vertrauen erschleichen – doch am Ende steht nur ein größerer finanzieller Schaden.

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Solche Recovery-Scams starten häufig über gefälschte Ermittler-Profile und vermeintliche Erfolgsnachweise – viele Betroffene merken die Manipulation zu spät. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket zeigt in vier klaren Schritten, wie Sie verdächtige WhatsApp-Kontakte, gefälschte Dokumente und Vorauszahlungs-Forderungen sicher erkennen und welche Beweise Sie für Polizei- oder Strafanzeigen sammeln sollten. Praktische Checklisten helfen dabei, Fehler zu vermeiden. Anti-Phishing-Paket jetzt kostenlos herunterladen

Die trügerische Fassade von „betrugsrecht.de“

Die Seite wirbt aggressiv mit dem Slogan „Wir holen Ihr Geld zurück!“ und lockt mit einer angeblichen kostenlosen Fallprüfung. Der eigentliche Betrug beginnt danach in drei Schritten:

  1. Den Opfern wird ein „persönlicher Ermittler“ zugewiesen, oft über WhatsApp.
  2. Kurz darauf folgt die Meldung eines angeblichen Ermittlungserfolgs mit gefälschten Dokumenten.
  3. Zur Freigabe des Geldes werden Vorauskosten für Notare, Steuern oder Provisionen gefordert.

Wer zahlt, verliert das Geld endgültig. Der Kontakt bricht ab.

Behörden warnen seit Jahren vor der Masche

Finanzaufsicht und Polizei kennen das Problem. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt regelmäßig vor unseriösen Plattformen und stellt klar: Sie beauftragt niemals Dritte mit der Rückforderung von Geldern.

Polizeibehörden in Deutschland und der Schweiz weisen auf die Gefahr hin. Oft geben sich die Täter als Anwälte oder Ermittler aus. In manchen Fällen stecken sogar dieselben Kriminellen hinter dem ersten Betrug und dem angeblichen „Rettungsanker“. Ein aktueller Fall aus Babenhausen zeigt die Tragweite: Eine 76-Jährige verlor eine sechsstellige Summe an solche Folgebetrüger.

So erkennen Sie unseriöse Hilfe-Angebote

Verbraucherschützer raten zu höchster Vorsicht. Diese Warnsignale deuten auf einen Recovery-Scam hin:

  • Unaufgeforderte Kontaktaufnahme: Seriöse Stellen melden sich nie von sich aus per E-Mail oder Social Media.
  • Garantierte Erfolgsversprechen: Eine 100%ige Garantie zur Geldrückholung kann niemand seriös geben.
  • Forderung von Vorauszahlungen: Gebühren vor Leistungserbringung sind ein klares Alarmsignal.
  • Druck und Dringlichkeit: Betrüger setzen auf Zeitdruck, um schnelle Überweisungen zu erzwingen.
  • Verdächtige Domain: Die Domain „betrugsrecht.de“ wurde erst Ende Dezember 2025 erneuert – für eine etablierte Kanzlei unüblich.

Was Betroffene tun sollten

Wer in die Falle getappt ist, sollte sofort handeln. Brechen Sie den Kontakt ab und leisten Sie keine weiteren Zahlungen. Sichern Sie alle Beweise wie E-Mails, Chats und Überweisungsbelege.

Der wichtigste Schritt ist die Strafanzeige bei der Polizei. Für rechtliche Beratung wenden Sie sich ausschließlich an anerkannte Rechtsanwälte oder Verbraucherzentralen. Die Rechtsanwaltskammer Berlin bietet online Hilfestellung zur Überprüfung der Anwaltszulassung. Der beste Schutz bleibt: Gehen Sie auf unrealistische Versprechen gar nicht erst ein.

@ boerse-global.de

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