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Brent-Öl bei 113 USD: Iran-Krieg treibt Preise auf Höchststand seit 2022 - Goldman Sachs hebt Prognose an

23.03.2026 - 09:35:00 | ad-hoc-news.de

Der Brent-Ölpreis notiert bei 113,23 USD, getrieben durch anhaltende Spannungen im Iran-Krieg und Störungen in der Straße von Hormuz. Analysten wie Goldman Sachs heben ihre 2026-Prognosen auf 85 USD an - Auswirkungen auf DACH-Industrie und Inflation.

Rohoel News,  Oelpreis,  Brent Oel - Foto: THN
Rohoel News, Oelpreis, Brent Oel - Foto: THN

Brent-Rohöl fällt leicht auf 113,23 USD pro Barrel ab, nach einem Höchststand von über 119 USD Anfang der Woche. Der Abverkauf folgt auf Gewinnmitnahmen, während der Iran-Krieg die Versorgungsrisiken in der Straße von Hormuz hochhält - zentraler Transitweg für 20 Prozent des globalen Öls.

Stand: 23. März 2026

Dr. Markus Lehmann, Rohstoff- und Energiemarkt-Analyst. Spezialist für geopolitische Risiken im globalen Ölhandel und deren Auswirkungen auf europäische Märkte.

Iran-Konflikt blockiert Hormuz-StraĂźe: Direkter Treiber fĂĽr Ă–lpreisanstieg

Der dominante Trigger: Mehrere Schiffe passieren die Straße von Hormuz trotz Spannungen, doch Experten warnen vor wochenlangen Störungen. Brent überschritt diese Woche 112 USD und näherte sich 119 USD, WTI 98 USD. Der Iran droht mit Vergeltungsangriffen auf Energieanlagen nach einem Luftangriff auf ein Gasfeld. Dies hält den Risikoprämie im Ölpreis bei 10-15 USD pro Barrel.

Bestätigte Fakten: Ölpreise stiegen Montag um 3 Prozent, Mitte Woche um 4 Prozent aufgrund geopolitischer Eskalation. IEA-Chef signalisiert weitere Reservenfreigaben, um Preisanstiege zu dämpfen. US-Produktion nahe Rekord, Importe aus Venezuela und SPR-Pläne bremsen WTI stärker als Brent.

Marktrelevanz: Hormuz-Störungen könnten 20 Prozent der globalen Lieferungen betreffen. Preise schließen Woche auf Höchststand seit vier Jahren. Interpretation: Ohne schnelle Deeskalation droht Preisniveau über 120 USD.

Goldman Sachs passt Prognosen an: Brent 2026 bei 85 USD

Goldman Sachs hebt Brent-Prognose für 2026 von 77 auf 85 USD pro Barrel. J.P. Morgan sieht Q2 bei 100 USD, Jahresende 80 USD. Begründung: Anhaltender Iran-Konflikt erhöht Versorgungsrisiken im Persischen Golf. Brent-Futures stabil bei 112,18 USD, WTI bei 98,75 USD.

Für Investoren zählt: Diese Anpassungen spiegeln höhere Risikoprämien wider, nicht fundamentale Nachfrageschwäche. Monatsplus bei +58 Prozent für Brent unterstreicht Volatilität. WTI bleibt unter 100 USD durch US-Überangebot.

Preisentwicklung im Detail: Von 72 auf 113 USD in einem Jahr

Brent-Performance: 1 Woche +4,02 Prozent, 1 Monat +58,32 Prozent, 1 Jahr +55,94 Prozent. Ein Investment von 5.000 USD vor einem Jahr wäre nun 7.797 USD wert. Intraday-Schwankungen bis +7 / -3 Prozent zeigen hohe Volatilität.

Technische Analyse: Brent testet 100-USD-Widerstand, gestützt durch EMA50 und positive RSI-Signale. Abwärtsdruck durch Unterliegen des EMA50 möglich, doch Aufwärtstrend dominiert. WallstreetONLINE-Community: Gemischtes Sentiment, abhängig von News.

DACH-Perspektive: Höhere Energiepreise belasten Industrie und Inflation

In Deutschland, Österreich und der Schweiz drücken Oelpreise auf Verbraucher und Unternehmen. Dieselpreise korrelieren direkt mit Brent, relevant für Transport und Chemiebranche. ECB beobachtet Energieinflation: Höhere Ölpreise könnten Zinssenkungen verzögern.

Europäische Raffinerien: Abhängig von Nahost-Importen, Margen unter Druck durch teures Rohöl. DAX fiel Freitag 2 Prozent auf 22.380 Punkte wegen Ölpreisängsten. Für DACH-Investoren: Schutz via Brent-ETCs (ISIN-Beispiel XC0009677409), doch Volatilität warnt vor Hebelprodukten.

Swissangle: Schweizer Exportindustrie spürt USD-starken Ölpreis, da Rohstoffe dollarbasiert sind. Euro-Schwäche verstärkt Importkosten. Österreich: Hohe Abhängigkeit von Pipeline-Öl aus Osten, Nahost-Risiken addieren.

Globale Supply-Dynamik: IEA-Reserven und US-Produktion als Dämpfer

IEA plant weitere Freigaben aus Reserven, um Preise zu stabilisieren - könnte bis zu sechs Monate dauern, bis Golf-Lieferungen normalisieren. US: Rekordproduktion und Venezuela-Importe halten WTI niedriger. OPEC+ nicht primär im Fokus, doch implizite Unterstützung durch Knappheit.

Risiken: Längere Hormuz-Blockade könnte Preise auf 130 USD treiben. Gegenläufig: Schwächerer Dollar (aktuell stabil) würde Öl stützen. Nachfrage: Asien-Handel zeigt +2 Prozent auf 108 USD.

Markt-Sentiment und technische Risiken

Community-Diskussionen mischen Optimismus mit Skepsis: Geopolitik dominiert, Nachhaltigkeit fraglich. RSI positiv, doch Überkauft-Risiko bei anhaltendem Anstieg. WTI nähert sich 100 USD, Brent testet 113 USD als Support.

Katalysatoren: Nächste EIA-Lagerdaten (erwartet diese Woche), Fed-Aussagen zu Inflation. Sentiment: Hohe Volatilität erwartet, News-abhängig.

Ausblick: Volatilität bleibt, Deeskalation entscheidend

Kurzerfristig: Brent zwischen 110-120 USD, abhängig von Hormuz-News. Mittelfristig: Goldman-Prognose signalisiert bleibend höhere Preise. Für DACH: Hedging empfehlenswert, da Inflation und Industriekosten steigen. OPEC+ könnte produzieren, doch Geopolitik überwiegt.

Risiko-Balance: Bullish durch Knappheit, bearish durch Reserven. Investoren: Positionierung prĂĽfen, News monitoren.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Rohstoffe und andere Finanzinstrumente sind volatil.

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