Bundesgesellschaft, Wohnungsbau

Bundesgesellschaft soll Wohnungsbau wiederbeleben

04.04.2026 - 08:51:20 | boerse-global.de

Finanzminister Klingbeil plant eine Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau. Der Markt steckt in einer Krise mit sinkenden Neubauzahlen und hohen Finanzierungskosten.

Bundesgesellschaft soll Wohnungsbau wiederbeleben - Foto: über boerse-global.de

Finanzminister Klingbeil plant eine neue Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau. Ihr Ziel: Die reinen Baukosten unter 3.000 Euro pro Quadratmeter drücken. Dieses Konzeptpapier trifft auf einen Markt in der Krise.

Laut Immobilienverband Deutschland (IVD) ist das Neugeschäftsvolumen bei Finanzierungen seit Mitte 2025 um 17 Prozent eingebrochen. Experten machen die erneut gestiegenen Zinsen dafür verantwortlich. Gleichzeitig prognostiziert das ZIA-Frühjahrsgutachten für dieses Jahr nur 215.000 fertiggestellte Wohnungen – viel zu wenig für den Bedarf von über 257.000 Einheiten.

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Staat als Retter in der Not?

Die geplante Gesellschaft soll Bauprojekte entwickeln und ausschreiben. Kritiker fragen: Kann der Staat lösen, was der private Markt allein nicht schafft? Die Bruttowertschöpfung im Bausektor liegt heute 25 Prozent unter dem Niveau von 2022.

ZIA-Präsidentin Iris Schöberl spricht von einer strukturellen Krise. Sie fordert grundlegende Reformen: einfachere Genehmigungen und eine Senkung der Grunderwerbsteuer. Nur so ließen sich wieder Investitionen anlocken.

Wo lohnt sich die Kapitalanlage noch?

Trotz der schwierigen Lage zeigen sich Chancen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen liegt bei 3.258 Euro. In Köln und Leipzig stiegen die Preise im ersten Quartal sogar um über 1,4 Prozent.

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft prognostiziert stabile Wertsteigerungen bis 2035 – besonders in wirtschaftsstarken Zuzugsregionen. Experten raten Anlegern, auf eine Nettorendite von 4 bis 5 Prozent zu achten. Die degressive Abschreibung (AfA) bietet zudem steuerliche Vorteile und steigert die Rentabilität in den ersten Jahren.

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Makler werden zu Rechts-Navigatoren

Die Rolle der Makler hat sich gewandelt. Sie sind heute weniger Vermittler, sondern vielmehr Investmentberater und Rechtsbegleiter. Neue BGH-Urteile zu Diskriminierung und Provisionsfragen machen diese Expertise unverzichtbar.

Gleichzeitig sinken die Anfragen in den Metropolen. Immoscout24 verzeichnete einen Rückgang von 8 Prozent. Die Antwort der Branche: KI-gestützte Analysetools für präzise Prognosen und die Vermittlung von Off-Market-Deals. Ein weiteres Wachstumsfeld ist die Beratung bei komplexen Erbfällen.

Heizungsgesetz: Mehr Flexibilität für Sanierer

Eine erwartete Reform könnte den Markt für Bestandsimmobilien beleben. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) soll das starre Gebäudeenergiegesetz ablösen. Der Plan: Die 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien lockern.

Klimaneutrale Brennstoffe wie Biogas sollen stärker berücksichtigt werden. Viele Eigentümer hatten Sanierungen wegen der strengen alten Regeln aufgeschoben. Jetzt integrieren Makler immer häufiger Energieberater, um Käufern die künftigen Modernisierungskosten verlässlich zu kalkulieren.

Stabilisierung nach der Volatilität

Der Vergleich zum Vorjahr zeigt eine Beruhigung. Die Zeit spektakulärer Wertzuwächse ist vorbei, doch Immobilien gelten als "solider Wertanker". In den Top-5-Städten stieg die Nachfrage zuletzt kurzfristig um 7 Prozent.

Kaufinteressenten wollen das aktuelle Zinsniveau sichern, bevor weitere Schwankungen kommen. Die stabile Inflation von rund 2,1 Prozent bietet zudem eine bessere Planungsgrundlage für langfristige Finanzierungen.

Warten auf die politischen Weichen

Für die zweite Jahreshälfte erwarten Analysten eine Seitwärtsbewegung der Preise. Die entscheidenden Impulse müssen von der Politik kommen: von der Umsetzung der Bundesgesellschaft und dem finalen GMG.

Kapitalanleger sollten ihren Blick verstärkt auf B- und C-Städte richten. Sie bieten oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als überhitzte Metropolen. Das Jahr 2026 markiert den Beginn einer Phase, in der Professionalität über den Erfolg entscheidet.

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