Bundesprogramm âGewerbe zu Wohnenâ startet im Sommer
23.03.2026 - 01:48:30 | boerse-global.deDie Bundesregierung startet im Sommer ein Förderprogramm, um BĂŒro-Leerstand in Wohnraum umzuwandeln. Das Programm âGewerbe zu Wohnenâ (GzW) stellt rund 360 Millionen Euro fĂŒr zinsvergĂŒnstigte Darlehen bereit. Ein besonderer Anreiz: FĂŒr die neuen Wohnungen gelten keine Mietobergrenzen.
BĂŒroleerstand erreicht Rekordniveau
Der Zeitpunkt fĂŒr die Initiative ist drĂ€ngend. Die Leerstandsquote fĂŒr BĂŒros in deutschen Metropolen stieg von rund zwei Prozent im Jahr 2019 auf etwa 5,6 Prozent im Jahr 2024. Das entspricht etwa elf Millionen Quadratmetern ungenutzter FlĂ€che. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohnungen hoch und treibt die Mieten weiter in die Höhe.
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Das GzW-Programm soll hier gegensteuern. Es zielt darauf ab, LeerstĂ€nde abzubauen, InnenstĂ€dte zu beleben und zusĂ€tzlichen Wohnraum in zentralen Lagen zu schaffen. SchĂ€tzungen des Bauministeriums sehen allein in StĂ€dten wie Berlin, MĂŒnchen oder Frankfurt ein Potenzial von 1,8 Millionen Quadratmetern umwandelbarer BĂŒroflĂ€che.
Warum die Umwandlung so kompliziert ist
Doch der Weg vom leeren BĂŒro zur bezugsfertigen Wohnung ist steinig. Die gröĂten HĂŒrden sind oft das Planungs- und Baurecht. Viele BĂŒrogebĂ€ude stehen in Gebieten, in denen Wohnnutzung nicht ohne weiteres erlaubt ist. Auch in Mischgebieten gelten strenge Vorgaben.
Hinzu kommen hohe bauliche Anforderungen: Brandschutz, Schallschutz, barrierefreie ZugĂ€nge und komplett neue Installationen fĂŒr KĂŒchen und BĂ€der mĂŒssen umgesetzt werden. Kommunale Parkplatzvorgaben oder Denkmalschutz können Projekte zusĂ€tzlich verteuern. Experten gehen deshalb davon aus, dass die entstehenden Wohnungen vor allem im mittleren bis gehobenen Preissegment landen werden.
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Leerstand aktivieren â aber wie?
Die Umnutzung von GewerbeflÀchen ist nur ein Baustein im Kampf gegen die Wohnungsnot. Bundesweit stehen etwa 1,7 Millionen Wohnungen leer, oft in Regionen mit schwÀcherer Nachfrage. Auch diese Potenziale will die Politik besser nutzen.
Parallel arbeitet die Regierung am âBauturboâ, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Eine aktuelle Studie der DZ HYP betont, dass die Umnutzung von Gewerbeimmobilien an Bedeutung gewinnt â besonders an Standorten mit hoher Kaufkraft.
Wird das Programm den Markt entlasten?
Das Jahr 2026 wird zur wichtigen Weichenstellung fĂŒr den Immobilienmarkt. Kann das GzW-Programm den erhofften Impuls geben? Die fehlende Mietpreisbremse soll Investoren anlocken und die Wirtschaftlichkeit der aufwendigen Umbauten sichern.
Entscheidend wird sein, wie schnell die komplexen Prozesse in der Praxis funktionieren. Die enge Zusammenarbeit zwischen EigentĂŒmern, Planern und Behörden ist der SchlĂŒssel. Gelingt es, die HĂŒrden zu ĂŒberwinden, könnte das Programm spĂŒrbar zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt beitragen.
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