ChatGPT, Partner

ChatGPT wird zum unverzichtbaren Partner der Wissenschaft

27.01.2026 - 18:47:12

ChatGPT erlebt starken Zuwachs in der Wissenschaft, beschleunigt Entdeckungen und stellt gleichzeitig das Peer-Review-System vor neue Herausforderungen.

Die KI ChatGPT von OpenAI erlebt einen dramatischen Aufschwung als dynamischer Kollaborateur in der Spitzenforschung. Eine interne Analyse für 2025 zeigt: Immer mehr Wissenschaftler integrieren die Künstliche Intelligenz in ihren Arbeitsalltag – und beschleunigen so Entdeckungen.

Laut dem Bericht „KI als wissenschaftlicher Mitarbeiter“ ist die Plattform für eine wachsende Zahl von Forschern, von Doktoranden bis zu etablierten Professoren, ein essenzielles Werkzeug geworden. Die durchschnittliche Zahl wöchentlicher Nachrichten zu fortgeschrittenen Wissenschafts- und Mathethemen stieg im Laufe des Jahres 2025 um etwa 47 Prozent. Das entspricht einem Anstieg von 5,7 Millionen auf fast 8,4 Millionen Nachrichten pro Woche. Aktuell nutzen rund 1,3 Millionen Nutzer wöchentlich ChatGPT für diese komplexen Themen. Diese Adoption markiert einen grundlegenden Wandel in der wissenschaftlichen Praxis.

Ein Turbo für den Erkenntnisprozess

Der Bericht beschreibt, wie Forscher ChatGPT als „ständig verfügbaren technischen Partner“ einsetzen. Die Zusammenarbeit umfasst ein breites Spektrum an kritischen Aufgaben: das Iterieren komplexer Berechnungen, das Übersetzen konzeptioneller Ideen in funktionierenden Code, das rigorose Hinterfragen von Annahmen und das Verdichten dichter Fachliteratur in zugänglichere Modelle.

Die am häufigsten genutzten Anwendungsgebiete in dieser Nutzergruppe sind Informatik, Data Science und KI-Forschung selbst. Doch auch in hochspezialisierten Feldern wie der computergestützten Chemie oder der Teilchenphysik wird die KI intensiv genutzt. Dies zeigt eine breite, disziplinübergreifende Adoption.

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„Mehr Forscher nutzen fortschrittliche Reasoning-Systeme, um bei offenen Problemen Fortschritte zu machen, komplexe Daten zu interpretieren und experimentelle Arbeit zu beschleunigen“, so Kevin Weil, Vizepräsident für Wissenschaft bei OpenAI. Noch sei es früh, doch das Tempo der Adoption und die Qualität der Arbeit deuteten darauf hin, dass die Wissenschaft in eine neue Phase der Beschleunigung eintrete. Das Ziel: Durch gesteigerte Produktivität könnte die schiere Menge an durchführbarer Forschung zu mehr lebensrettenden Durchbrüchen führen.

Der Schreib-Assistent steht im Vordergrund

Die Integration der KI vertieft sich, doch die Nutzungsmuster zeigen einen klaren Schwerpunkt. Der Großteil der Wissenschaftler und Ingenieure verwendet ChatGPT derzeit primär für Schreib- und Kommunikationsaufgaben. Dazu gehören das Verfassen wissenschaftlicher Texte, die Synthese von Literatur und das Polieren von Manuskripten für Veröffentlichungen. Ein kleinerer Anteil nutzt das Tool bereits für rigorose Datenanalyse und komplexe Berechnungen – ein Bereich, den OpenAI als Schlüsselchance für eine tiefere Integration in der Zukunft sieht.

Akademiker bestätigen diesen Trend: Große Sprachmodelle (LLMs) werden als mächtige Partner gesehen, um den arbeitsintensiven Prozess der wissenschaftlichen Kommunikation zu bewältigen. Die Technologie agiert als sophisticated Schreibassistent, verfeinert Prosa und schärft Formulierungen. Das hilft, den wissenschaftlichen Wert einer Arbeit klar zu vermitteln – unabhängig von der Muttersprache des Forschers. Diese Fähigkeit demokratisiert den Publikationsprozess und ermöglicht es Wissenschaftlern, sich stärker auf wertschöpfendere Arbeit zu konzentrieren.

Die Kehrseite: Eine Flut polierter Papiere

Die rasante Adoption ist nicht frei von Komplexitäten. Eine separate, heute im Fachjournal Science veröffentlichte Studie von Forschern der UC Berkeley Haas und der Cornell University beleuchtet einen potenziellen Nebeneffekt. Die Analyse von über zwei Millionen Forschungspreprints zeigt: Während KI-Tools helfen, Papers schneller zu produzieren, führt dies zu einer Flut von polierter, aber potenziell oberflächlicher Arbeit.

Diese Flut AI-assistierter Papiere belastet die bestehenden Systeme des Peer-Review, der Forschungsförderung und der Politikberatung erheblich. „Der Einsatz von KI durch Wissenschaftler erzeugt einen Engpass“, so einer der Studienautoren, Mathijs De Vaan von der UC Berkeley Haas. Es werde für Gutachter immer schwieriger, zwischen wirklich impact-reicher Forschung und weniger substanzieller Arbeit zu unterscheiden. Diese Herausforderung könnte cruciale Entscheidungen darüber beeinflussen, welche Projekte Unterstützung und Förderung erhalten. Die Studie plädiert für neue Bewertungsrahmen, um die erhöhte Volumenflut zu managen und die Forschungsqualität im KI-Zeitalter zu wahren.

Wohin führt der Weg?

Die Integration der KI als Forschungspartner wird voraussichtlich noch tiefgreifender werden. Der OpenAI-Bericht fordert eine Politik, die die Expansion der KI in Wissenschaft und Forschung fördert. Dazu gehören der Ausbau von KI-Kompetenztraining für den wissenschaftlichen Nachwuchs, der offene Zugang zu fortschrittlichen KI-Technologien und die Modernisierung der notwendigen Recheninfrastruktur.

Die Dynamik zwischen menschlichem Intellekt und maschineller Fähigkeit schafft ein neues Paradigma für die wissenschaftliche Exploration. Wenn KI-Modelle leistungsfähiger und ihre Reasoning-Fähigkeiten fortschrittlicher werden, dürfte sich ihre Rolle vom Assistenten zu einem integraleren Partner bei der Generierung von Hypothesen, dem Design von Experimenten und der Gewinnung neuartiger Erkenntnisse aus riesigen Datensätzen verschieben. Die Navigation der Herausforderungen von Qualitätskontrolle und ethischer Implementierung bleibt kritisch. Doch die aktuelle Trajektorie legt nahe: Die Partnerschaft zwischen Wissenschaftlern und KI wird ein bestimmendes Merkmal von Entdeckung und Innovation für die kommenden Jahrzehnte sein.

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