China verhÀngt HandelsbeschrÀnkungen gegen japanische Firmen
24.02.2026 - 06:15:40 | dpa.deBetroffen sind nach Angaben des Handelsministeriums mehrere Tochterfirmen des börsennotierten GroĂkonzerns Mitsubishi Heavy Industries sowie weitere Unternehmen unter anderem aus der Luftfahrt- und RĂŒstungsbranche. Sie dĂŒrfen ab sofort keine chinesischen ExportgĂŒter mehr beziehen, die sowohl fĂŒr zivile als auch militĂ€rische Zwecke eingesetzt werden können.
Die MaĂnahme trifft einige von Japans gröĂten RĂŒstungsunternehmen. Sie seien daran beteiligt, das japanische MilitĂ€r zu stĂ€rken, erklĂ€rte das Ministerium. China mĂŒsse die nationale Sicherheit schĂŒtzen und internationale Verpflichtungen erfĂŒllen. Die Exportkontrollen gelten demnach auch fĂŒr auslĂ€ndische Firmen und Personen, die aus China stammende GĂŒter mit doppeltem Verwendungszweck ("Dual Use") an die betroffenen Unternehmen liefern wollen.
ZusĂ€tzlich setzte Peking 20 weitere Unternehmen auf eine Beobachtungsliste fĂŒr Exportkontrollen. Dazu gehören der Autobauer Subaru, der auch in der Luftfahrtbranche tĂ€tig ist, Elektronikhersteller wie Mitsubishi Materials und der Sensoren-Spezialist TDK. Wer Dual-Use-Waren an diese Firmen ausfĂŒhren will, benötigt demnach eine Einzelgenehmigung mit vorheriger RisikoeinschĂ€tzung. Exporte fĂŒr militĂ€rische Zwecke oder gar direkt an Japans MilitĂ€r wĂŒrden nicht erlaubt, hieĂ es.
Warum China den Druck erhöht
China setzt damit die japanische Regierung von MinisterprĂ€sidentin Sanae Takaichi weiter unter Druck. Laut dem Ministeriumssprecher will Peking eine "Re-Militarisierung" und AufrĂŒstung Japans mit Atomwaffen verhindern. Hintergrund dĂŒrfte der Streit zwischen beiden LĂ€ndern um Takaichis Aussagen zum unabhĂ€ngig regierten Inselstaat Taiwan sein, den China zu seinem Territorium zĂ€hlt und notfalls auch mit militĂ€rischer Gewalt unter seine Kontrolle bringen will.
Takaichi hatte im November im japanischen Parlament gesagt, ein Angriff Chinas auf Taiwan wĂŒrde eine "existenzbedrohende Situation" fĂŒr Japan darstellen, was zu einer militĂ€rischen Reaktion fĂŒhren könne. Die Regierung in Peking erlieĂ daraufhin eine Warnung vor Reisen nach Japan und warf Takaichi vor, die militĂ€rische AufrĂŒstung des Landes zu beschleunigen.
Takaichi strebt eine Revision des Pazifismusartikels 9 der seit 1947 unverĂ€nderten Verfassung Japans an, der dem Inselreich sicherheitspolitische Schranken auferlegt. GemÀà dem Artikel hat Japan "fĂŒr alle Zeiten auf den Krieg als ein souverĂ€nes Recht der Nation und auf die Androhung oder AusĂŒbung von Gewalt als Mittel zur Beilegung internationaler Streitigkeiten" zu verzichten. Als sicherheitspolitische Hardlinerin befĂŒrwortet Takaichi auch engere Beziehungen zur Schutzmacht USA.
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