ROUNDUP, Taiwans

Taiwans OppositionsfĂŒhrerin trifft Chinas Staatschef Xi

10.04.2026 - 10:40:26 | dpa.de

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat nach fast zehn Jahren erstmals wieder eine Parteichefin von Taiwans grĂ¶ĂŸter Oppositionspartei Kuomintang (KMT) getroffen.

Egal, wie sich die internationale Lage entwickle, der große Strom der "Landsleute" beider Seiten, die sich annĂ€herten und zusammenfĂ€nden, werde sich nicht Ă€ndern, sagte Xi in Peking. Die Volksrepublik wolle auf Grundlage einer Ablehnung der UnabhĂ€ngigkeit Taiwans den Austausch verstĂ€rken.

KMT-Parteichefin Cheng Li-wun sagte, dass sich ihre Partei und die Kommunistische Partei Chinas zusammen fĂŒr die Institutionalisierung eines Friedens in der Meerenge zwischen beiden LĂ€ndern (Taiwanstraße) einsetzen sollten. Auch sie warb fĂŒr mehr Dialog und Kooperation, unter anderem um alle Ursachen fĂŒr Konflikte grundlegend zu beseitigen.

"Wir sind heute hierhergekommen, in der Hoffnung zu verhindern, dass die Taiwanstraße zu einem Schlachtfeld wird", sagte Cheng nach dem Treffen vor Reportern. Im GesprĂ€ch hinter verschlossenen TĂŒren habe Xi gesagt, dass Festlandchina das Gesellschaftssystem und die Lebensweise der Menschen in Taiwan respektiere und hoffe, dass Taiwan die Entwicklungserfolge des Festlands anerkenne, erklĂ€rte Cheng.

Besuch wÀhrend Parlamentsstreit

Zuletzt hatte die frĂŒhere Chefin der China zugewandteren KMT, Hung Hsiu-chu, 2016 Xi wĂ€hrend eines Besuchs in der Volksrepublik getroffen. Peking betrachtet Taiwan als Teil des chinesischen Staatsgebiets, obwohl in dem Inselstaat eine demokratisch gewĂ€hlte und unabhĂ€ngige Regierung an der Macht ist.

Cheng reiste in den vergangenen Tagen nach Shanghai und in die Provinz Jiangsu, wĂ€hrend ihre Partei in Taiwan weiter eine Erweiterung des MilitĂ€retats blockiert. Im Parlament hat die Opposition mit der KMT als grĂ¶ĂŸter Partei eine Mehrheit gegen die Regierung von PrĂ€sident Lai Ching-te, den Peking zusammen mit seiner Demokratischen Fortschrittspartei als Separatisten sieht.

Taipeh erinnert an Chinas Drohungen

Taiwan will mit dem Geld seine VerteidigungsfĂ€higkeit stĂ€rken. China drohte bereits mehrfach, den Inselstaat notfalls auch mit einer Invasion an sich binden zu wollen. Waffenlieferungen erhĂ€lt Taiwan aus den USA. In Washington dĂŒrfte Chengs China-Besuch auch im Lichte der anstehenden Reise von PrĂ€sident Donald Trump Mitte Mai nach China eng beobachtet werden.

Taiwans PrĂ€sident Lai erinnerte parallel daran, dass Chinas militĂ€rische Drohungen Frieden und StabilitĂ€t in der Region untergraben hĂ€tten. Man halte am Frieden fest, habe aber keine Illusionen, da die Geschichte gezeigt habe, dass Kompromisse mit "autoritĂ€ren MĂ€chten" auf Kosten der Demokratie gingen, schrieb er auf Facebook. Taiwans Vize-Außenminister Chen Ming-chi mahnte, Cheng mĂŒsse Xi unter anderem klarmachen, dass Taiwan und China einander nicht untergeordnet seien und China seine militĂ€rischen Bedrohungen einstellen solle.

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