Coinbase Aktie: DeFi-Infrastruktur und Kursziel-Senkung
30.03.2026 - 15:45:20 | boerse-global.deCoinbase verankert seine Börsendaten erstmals direkt in der Blockchain — und Goldman Sachs senkt gleichzeitig das Kursziel. Zwei Nachrichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: eine strategische Weichenstellung für die Zukunft, eine nüchterne Bewertungskorrektur für die Gegenwart.
Börsendaten gehen onchain
Am 25. März integrierte Coinbase den Blockchain-Datenanbieter Chainlink, um institutionelle Handelsdaten erstmals über den Service DataLink onchain verfügbar zu machen. Entwickler können damit in Echtzeit auf Marktdaten zugreifen — direkt auf mehr als 50 öffentlichen und privaten Blockchain-Netzwerken.
Das Angebot umfasst Orderbuchdaten, Spot-Preise, Perpetual Futures sowie Datensätze zu Metallen, Energie und Aktienfutures. Bislang waren diese Daten ausschließlich intern verfügbar. Nun sollen sie DeFi-Anwendungen präzisere Preisbildung, besseres Risikomanagement und neue Finanzprodukte ermöglichen.
Mit diesem Schritt reiht sich Coinbase neben S&P Global Ratings und Deutsche Börse ein, die ebenfalls den Chainlink-Standard nutzen. Die Kooperation baut auf früheren Projekten auf, darunter eine Base-Solana-Brücke und die Nutzung von Chainlinks CCIP als exklusivem Interoperabilitätsanbieter für Coinbase Wrapped Assets.
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Goldman Sachs bleibt optimistisch — mit Abstrichen
Parallel zur technischen Ankündigung korrigierte Goldman Sachs sein Kursziel für Coinbase von 270 auf 235 US-Dollar, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Hintergrund ist ein schwieriges Marktumfeld: Krypto-Aktien haben seit ihrem Hoch im Oktober 2025 rund 46 Prozent verloren, und ein neuer Entwurf des Stablecoin-Gesetzes sorgte zuletzt für zusätzlichen Druck.
Die Aktie notiert seit Jahresbeginn rund 29 Prozent im Minus und liegt damit weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 361 Euro.
Für Goldmans Bullen-Szenario sprechen vor allem strukturelle Faktoren. Die Übernahme der Derivateplattform Deribit — abgeschlossen im August 2025 — machte Coinbase zum globalen Marktführer bei Krypto-Derivaten nach Open Interest. Im vierten Quartal 2025 wuchs das institutionelle Transaktionsgeschäft um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Deribit erzielte Rekordumsätze. Stablecoin-Erlöse von 364 Millionen US-Dollar im selben Quartal liefern eine wiederkehrende, zinsertragsähnliche Einnahmequelle.
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Drei Bedingungen für die Erholung
Goldman nennt drei konkrete Voraussetzungen, damit das neue Kursziel von 235 US-Dollar erreichbar wird: eine Stabilisierung des Kryptomarkts mit Rückkehr der Retail-Transaktionsvolumen auf das Niveau von Q3 2025, eine beschleunigte USDC-Adoption durch den GENIUS Act sowie die Fortsetzung des institutionellen Derivate-Wachstums über Deribit. Letzteres soll das laufende Aktienrückkaufprogramm von 2,0 Milliarden US-Dollar stützen, das im Januar 2026 genehmigt wurde.
Der Jahresumsatz 2025 stieg trotz des schwachen vierten Quartals um neun Prozent auf 7,2 Milliarden US-Dollar — ein solides Fundament, das Coinbase Zeit verschafft, auf eine Markterholung zu warten.
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