Cyber-BetrĂŒger nutzen echte Ricardo-Mails fĂŒr neue Phishing-Welle
01.04.2026 - 15:00:52 | boerse-global.deEine neue Betrugswelle auf dem Schweizer Marktplatz Ricardo setzt auf eine raffinierte Taktik. Kriminelle kombinieren echte System-E-Mails mit gefĂ€lschten Nachrichten, um an TWINT-ZugĂ€nge zu gelangen. Die Kantonspolizeien ZĂŒrich und Bern warnen aktuell vor dieser hybriden Masche.
Da BetrĂŒger immer hĂ€ufiger versuchen, ĂŒber Messenger wie WhatsApp und gefĂ€lschte Links an sensible Daten zu gelangen, ist ein aktiver Schutz des Mobiltelefons unerlĂ€sslich. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in fĂŒnf einfachen Schritten, wie Sie Ihr Android-GerĂ€t und Ihre Finanz-Apps wirksam absichern. 5 sofort umsetzbare SchutzmaĂnahmen entdecken
So funktioniert der âDouble-Phishingâ-Trick
Die BetrĂŒger geben auf Ricardo ein Gebot ab oder nutzen die Sofort-Kauf-Funktion. Das löst eine automatische, echte BestĂ€tigungsmail an den VerkĂ€ufer aus â das erste, vertrauensbildende Signal. Unmittelbar danach folgt eine zweite, gefĂ€lschte E-Mail, die einen Zahlungseingang vortĂ€uscht.
Parallel kontaktieren die TĂ€ter ihre Opfer oft via WhatsApp. Sie fragen nach der âBestĂ€tigungâ und drĂ€ngen auf schnellen Versand. Ein mitgeschickter Link fĂŒhrt auf eine tĂ€uschend echte Phishing-Seite, die Ricardo oder Banken imitiert. Dort werden die Opfer aufgefordert, ihre Handynummer und den TWINT-PIN einzugeben.
Wichtig: FĂŒr den Empfang einer Zahlung ĂŒber Ricardo oder TWINT muss niemals ein PIN auf einer Webseite eingegeben werden.
BACS-Bericht zeigt: Betrug dominiert Cyber-Landschaft
Der aktuelle Halbjahresbericht des Bundesamtes fĂŒr Cybersicherheit (BACS) untermauert den Trend. Mit 52 Prozent aller Meldungen bleibt Betrug die dominante Cyber-Bedrohung in der Schweiz. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 64.733 VorfĂ€lle gemeldet.
Die Angriffe werden gezielter und professioneller. Statt plumper Massenmails setzen Kriminelle auf Kampagnen, die lokale Besonderheiten ausnutzen. Rund 12.000 FĂ€lle betrafen klassisches Phishing. Besorgniserregend ist der Trend zu âReal-Time-Phishingâ, bei dem gestohlene Daten sofort fĂŒr Transaktionen genutzt werden.
KI und SMS-Boomer verschÀrfen die Lage
Die technologische HĂŒrde fĂŒr Kriminelle sinkt. KĂŒnstliche Intelligenz hilft dabei, fehlerfreie Phishing-Texte in Landessprachen zu verfassen. Das BACS warnt zudem vor KI-generierten Stimmen beim sogenannten Voice-Phishing.
Ein weiteres Problem sind âSMS-Boomerâ. Diese GerĂ€te simulieren Mobilfunkantennen und versenden betrĂŒgerische SMS massenhaft direkt an Handys in der Umgebung. So umgehen die Nachrichten die Filter der Netzbetreiber und erscheinen im echten Nachrichtenverlauf.
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So schĂŒtzen Sie sich vor den Ricardo-Scams
Sicherheitsexperten raten zu grundsĂ€tzlicher Skepsis bei Abweichungen vom Standardprozess. Ein klares Warnsignal ist der Wechsel des Kommunikationskanals. DrĂ€ngt ein âKĂ€uferâ darauf, das GesprĂ€ch von Ricardo auf WhatsApp oder SMS zu verlegen, handelt es sich fast immer um Betrug.
ĂberprĂŒfen Sie E-Mails genau: Echte Nachrichten von Ricardo enthalten in der Regel Ihren korrekten Benutzernamen. Klicken Sie niemals auf Links in Mails, die zur Eingabe von Finanzdaten auffordern. PrĂŒfen Sie Zahlungsstatus immer direkt auf der offiziellen Website oder in der App.
Sollten Sie bereits Daten auf einer verdĂ€chtigen Seite eingegeben haben, handeln Sie schnell. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, sperren Sie betroffene Konten und melden Sie den Vorfall auf âCybercrimepolice.châ.
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