Dachangshu, TCM-Punkt

Dachangshu: Der TCM-Punkt gegen Rückenschmerzen

28.01.2026 - 12:13:12

Eine neue Studie belegt die klinische Wirksamkeit präziser Akupunktur bei chronischen Kreuzschmerzen. Der Fokus liegt auf dem spezifischen Druckpunkt Blase 25 zur Stärkung der Lendenwirbelsäule.

Rückenschmerzen adé? Traditionelle Chinesische Medizin setzt auf präzisen Druckpunkt statt Wellness-Gadgets. Während Akupressurmatten in der Kritik stehen, bestätigt eine neue Studie die Wirksamkeit gezielter Stimulation.

Die Debatte um nicht-invasive Lösungen für Rückenschmerzen hat eine neue Wendung genommen. Ein Bericht des Guardian vom 25. Januar stellte die physiologische Wirksamkeit populärer Akupressurmatten infrage. Zeitgleich liefert eine Studie im Fachjournal Spine robuste Belege für die klinische Wirkung gezielter Akupunktur. Vor diesem Hintergrund rücken TCM-Experten einen spezifischen Punkt in den Fokus: Blase 25 (Dachangshu). Er gilt als Schlüssel zur Stärkung der Lendenwirbelsäule und Bekämpfung der Ursachen von Instabilität.

Vom Gimmick zur gezielten Therapie

Der Guardian-Bericht zitierte Forscher wie Benjamin Schöne. Deren Analyse ergab: Die „Nagelbetten“ können subjektiv entspannen, erzeugen aber kaum signifikante physiologische Veränderungen bei Schmerzschwelle oder Herzfrequenz. Das Problem vieler Wellness-Trends liegt auf der Hand: zu breite, ungezielte Stimulation statt präziser Druck nach Meridian-Lehre.

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Das Misstrauen gegenüber Gadgets trifft jedoch nicht die Grundprinzipien von Akupunktur und Akupressur. Die Spine-Studie vom 12. Januar, geleitet von Patricia Herman von der RAND Corporation, liefert den Gegenbeweis. Verbesserte Akupunktur-Strategien für ältere Patienten mit chronischen Kreuzschmerzen verbesserten nicht nur die Behandlungsergebnisse. Sie sparten pro Teilnehmer geschätzt etwa 491 Euro ein. Die Botschaft ist klar: Richtig angewandt – etwa auf Punkte wie Blase 25 – ist die Therapie klinisch wirksam und wirtschaftlich vorteilhaft.

Blase 25 (Dachangshu): Der „Dickdarm-Transporter“

In der TCM ist Dachangshu ein zentraler Knotenpunkt für die Lendengesundheit. Sein Name, „Dickdarm-Transporter“, verrät seine Doppelfunktion: Regulierung der Darmgesundheit und Stärkung des unteren Rückens.

Lage und Bedeutung

Der Punkt liegt am unteren Rücken, genau 1,5 Cun (etwa zwei Fingerbreiten) seitlich vom unteren Rand des Dornfortsatzes des vierten Lendenwirbels (L4). Damit sitzt er direkt auf den Rückenstreckermuskeln in Höhe des Iliakalkamms (Beckenkamm).

Wirkungsweise nach TCM

Die Nierenenergie (Qi) herrscht über die Knochen, der Blasen-Meridian über die Rückseite. Blase 25 verbindet die lokale Muskulatur der Lende mit der inneren Energie des Dickdarms. Therapeuten beobachten: Schwäche in diesem Bereich äußert sich oft in mechanischen Rückenschmerzen und Verdauungsstörungen. Die Stimulation des Punkts soll Blockaden im Meridian lösen, die Durchblutung der Lendenwirbel fördern und tiefsitzende Schmerzen lindern.

Praktische Anwendung: So stärken Sie die Lende

Wer von passiven Matten zu aktivier Selbstfürsorge wechseln möchte, muss bei Blase 25 präzise vorgehen. Experten betonen: Statt eines allgemeinen Kribbelns sollte gezielte Akupressur das Deqi-Gefühl auslösen – ein Schwere-, Druck- oder Wärmegefühl, das den getroffenen Punkt anzeigt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Punkt finden: Hände in die Hüften stemmen, Daumen ruhen am unteren Rücken. Sie liegen natürlich nahe dem L4-Wirbel. Etwa zwei Fingerbreiten seitlich von der Wirbelsäule finden Sie eine druckempfindliche Vertiefung im Muskelstrang.
  2. Druck ausüben: Mit den Daumen oder Knöcheln festen, senkrechten Druck ausüben. Es sollte ein „wohltuender Schmerz“, aber kein stechender Schmerz spürbar sein.
  3. Kreisende Massage: Den Druck halten und 1 bis 3 Minuten kleine Kreise massieren.
  4. Atmen und visualisieren: Tiefe Bauchatmung während der Massage hilft, Verspannungen in der Lendenmuskulatur zu lösen.

Wichtige Sicherheitshinweise

Die Spine-Studie betonte das Sicherheitsprofil der Akupunktur. Dennoch ist Vorsicht bei der Selbstbehandlung geboten. Bei akuten Entzündungen, Bandscheibenvorfällen oder Hautinfektionen im Lendenbereich sollte ein Arzt konsultiert werden. Schwangere sollten starke Stimulation von Punkten am unteren Rücken nur unter professioneller Anwendung durchführen.

Tradition trifft auf Evidenz

Die gegensätzlichen Meldungen im Januar 2026 – Skepsis gegenüber Massenware, Validierung klinischer Techniken – zeigen einen reiferen Markt für Schmerztherapie. Patienten werden anspruchsvoller und wenden sich von „Quick-Fix“-Produkten evidenzbasierten Methoden zu.

Der Fokus auf Punkte wie Blase 25 passt zu einem größeren Trend der Spine-Studie: dem Bedarf an kosteneffektiven, nicht-medikamentösen Strategien gegen das globale Rückenleiden. Wenn Gesundheitssysteme Abhängigkeit von Opioiden und Operationen reduzieren wollen, ist die Integration gezielter Akupressur in tägliche Routinen ein vielversprechender Weg. Wer die spezifische Anatomie und Energie der Lendenwirbelsäule versteht, kann die Vorteile der TCM nutzen – ohne sich auf Gimmicks zu verlassen, die kaum mehr als einen Placebo-Effekt bieten.

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