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Daimler Truck Aktie: Wasserstoff-Offensive startet

27.01.2026 - 19:45:31

Daimler Truck beginnt 2026 mit der Serienfertigung von Brennstoffzellen-Lkw, sieht sich aber zunehmendem Preisdruck durch chinesische Konkurrenten in Europa ausgesetzt.

Daimler Truck macht ernst mit der Brennstoffzelle: Ab Ende 2026 läuft im Werk Wörth die Produktion von 100 Wasserstoff-Lkw an. Doch während der Konzern technologisch voranschreitet, wächst der Druck von unerwarteter Seite. Chinesische Hersteller bauen ihre Europa-Präsenz massiv aus – mit staatlicher Rückendeckung und aggressiven Preisen.

Kleinserie mit 1.000 Kilometer Reichweite

Der Mercedes-Benz NextGenH2 Truck geht in die konkrete Umsetzungsphase. Die ersten 100 Fahrzeuge der Kleinserie sollen noch in diesem Jahr an Kunden ausgeliefert werden. Die technischen Eckdaten sind ambitioniert:

  • Reichweite: Über 1.000 Kilometer mit einer Tankfüllung
  • Tankkapazität: 85 Kilogramm Flüssigwasserstoff
  • Einsatzgebiet: Schwerer Fernverkehr
  • Förderung: 226 Millionen Euro vom Bund und den Ländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Die Brennstoffzellen-Technologie gilt als Schlüssel für emissionsfreien Schwerlastverkehr auf Langstrecken. Während batterieelektrische Antriebe bei kurzen Distanzen punkten, setzt die Branche bei mehreren hundert Kilometern täglich auf Wasserstoff.

IG Metall schlägt Alarm

Parallel zur Produktionsankündigung warnen Arbeitnehmervertreter vor einer neuen Wettbewerbsrealität. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer ISI dokumentiert den Markteintritt chinesischer Lkw-Hersteller in Europa. Sany, Super Panther und Sinotruck errichten derzeit Produktionskapazitäten in Ungarn – mit staatlichen Subventionen und Zugang zu moderner Batterietechnologie.

Die IG Metall sieht darin ein strukturelles Risiko für Auftragslage und Beschäftigung bei etablierten europäischen Herstellern. Die Kombination aus niedrigeren Produktionskosten und politischer Unterstützung könnte den Preisdruck in den kommenden Jahren deutlich erhöhen.

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Handelspolitik öffnet neue Märkte

Gegenwind aus Asien, Rückenwind aus der Handelspolitik: Das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien erleichtert europäischen Nutzfahrzeugherstellern den Zugang zum indischen Wachstumsmarkt. Der Abbau von Zöllen dürfte vor allem im Premium-Segment Chancen eröffnen.

Zudem meldete Daimler Truck die Auslieferung von 7.000 militärischen Logistikfahrzeugen nach Frankreich. Das Behördengeschäft bleibt damit eine stabile Säule im Portfolio.

Am 18. März 2026 legt der Konzern die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Goldman Sachs bestätigte zuletzt am 21. Januar das Votum „Neutral“. Die Aktie notiert aktuell bei 40,64 Euro und liegt damit rund 8 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Juli 2025.

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