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DAX 40 unter Druck: Schwächephase mit Marke bei 22.240 Punkten - Prognose für Montag

23.03.2026 - 18:45:25 | ad-hoc-news.de

Der DAX 40 schloss Freitag bei 22.209 Punkten nach starkem Abverkauf. Extreme Angst am Markt signalisiert mögliche Erholung, doch SMA20-Widerstand bleibt entscheidend für die Richtung.

DAX 40 News,  DAX heute,  DAX Prognose - Foto: THN
DAX 40 News, DAX heute, DAX Prognose - Foto: THN

Der DAX 40 steht unter Verkaufsdruck. Am Freitag schloss der Index bei 22.209 Punkten nach einem klar negativen Tag mit nur vier Werten im Plus. Die Marken bei 22.240 Punkten - die SMA20-Linie - ist nun der entscheidende Test für Trader.

Stand: 23.03.2026

Dr. Markus Lehmann, Leitender DAX-Analyst. Spezialist für technische Chartmuster und Sektordynamik im deutschen Leitindex.

Abverkauf dominiert: DAX schließt bei 22.209 Punkten

Der DAX 40 erlebte am Freitag einen starken Abverkauf. Nur vier der 40 Werte schlossen im Plus, 36 verzeichneten Verluste. Besonders schwach zeigten sich E.ON mit minus 5,06 Prozent, MTU Aero Engines minus 4,18 Prozent und Siemens minus 4,12 Prozent. Die Marktbreite war negativ, was auf breiten Verkaufsdruck hinweist. Dies drückt den Index in eine Schwächephase, die sich seit Tagen aufbaut.

Für DAX-Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet das: Die kurzfristige Richtung hängt von der Stabilisierung ab. Ein Bruch unter 21.924 Punkten könnte weitere Abgaben auslösen, während ein Anstieg über 22.240 Punkte Entlastung bringen würde.

Technisches Bild bärisch: SMA20 als Schlüsselwiderstand

Im Stundenchart ist das Bild klar angeschlagen. Der DAX fiel unter die SMA20 bei 22.240 Punkten und gab wichtige Retracements auf. Solange der Index darunter bleibt, dominiert das Abwärtsrisiko. Mögliche Ziele nach unten: 21.914 Punkte als erstes, dann 21.700 bis 21.680 Punkte.

Im 4-Stunden-Chart scheiterte ein Ausbruch über die SMA50 und das 23,6-Prozent-Retracement. Die SMA20 bei 22.780 Punkten wirkt als starker Widerstand. Erholungen könnten bis zum 38,2-Prozent-Retracement reichen, stoßen dort aber auf Verkauf. Dies macht den DAX 40 anfällig für weitere Korrekturbewegungen, insbesondere bei anhaltender globaler Risikoaversion.

Warum das für DACH-Investoren relevant ist: Der DAX ist exportlastig mit hohem Anteil an Industrie und Autos. Schwäche hier signalisiert Druck auf Konzerne wie Siemens, MTU und E.ON, die den Index belasten.

Extreme Angst am Markt: Fear & Greed Index bei 15

Der Fear-and-Greed-Index liegt bei 15 und signalisiert extreme Angst. Historisch folgen in solchen Phasen oft kurzfristige Gegenbewegungen. Das erhöht die Chance auf Erholung trotz der aktuellen Schwäche. Das Euwax-Sentiment zeigt 36,40 Prozent Calls bei 63,60 Prozent Puts, was den Pessimismus unterstreicht.

Trotz des bärischen technischen Bildes ergibt sich eine Tagesprognose mit leichter Aufwärtstendenz: 55 Prozent bullisch, 45 Prozent bärisch. Erwartete Spanne: 21.708 bis 22.320 Punkte. Investoren sollten diese Volatilität nutzen, aber mit engen Stops handeln.

Top-Flops und -Gewinner: Gemischte Einzelperformance

Trotz Index-Schwäche gab es Ausreißer. Siemens Energy führte mit plus 8,38 Prozent, gefolgt von Brenntag plus 7,84 Prozent und Heidelberg Materials plus 6,79 Prozent. Commerzbank stieg um 6,10 Prozent, Continental um 5,51 Prozent und Daimler Truck um 5,49 Prozent.

Diese Gewinne sind jedoch einzelstock-spezifisch und konnten den breiten Abverkauf nicht stoppen. Schwache Titel wie E.ON und MTU dominieren das Bild. Der DAX 40 ist nicht homogen: Während Energie und Chemie Erholung zeigen, drücken Industrie und Energieversorger.

Für Anleger in der DACH-Region: Chancen in ausgewählten Werten wie Brenntag oder Commerzbank, aber der Index bleibt risikoreich. Die Bewertung des DAX liegt bei einem KGV von 14,3, was auf günstige Multiples hinweist.

Vergleich zu Europa und USA: DAX lagert hinterher

Der DAX 40 zeigt schwächere Performance als der Euro Stoxx 50 in den letzten Tagen. Während europäische Indizes gemischt abschließen, ist der DAX durch deutsche Exporttitel belastet. Gegen den S&P 500 lagert der DAX hinterher, da US-Tech resilienter ist.

Keine frischen PMI-Daten oder ECB-Entscheidungen in den letzten 24 Stunden, aber die Woche bringt Inflation, BIP und Zentralbanken. Bund-Renditen und Euro-Moves bleiben stabil, ohne direkten Trigger für den Abverkauf. Die Schwäche scheint technisch und sentimentgetrieben.

Trading-Setups und Risiken für Montag

Long-Szenario: Stabilisierung über 21.924 Punkten eröffnet Ziele bei 22.240, dann 22.361 und 22.533 Punkten. Ein Break über SMA20 wäre bullisch.

Short-Szenario: Unter 21.924 Punkte drohen 21.865, 21.799, 21.710 und tiefer bis 21.510 Punkte.

Risiken: Extreme Volatilität durch Fear & Greed. Sektoren wie Industrie (Siemens, MTU) und Utilities (E.ON) sind anfällig. Positiv: Potenzial in Chemie (Brenntag, BASF) und Banken (Commerzbank).

DACH-Investoren sollten auf Futures achten: DAX-Futures könnten den Montag vorwegnehmen. ETFs auf DAX 40 bieten breite Exposition, aber mit aktuellem KGV von 14,3 wirkt der Index attraktiv für Langfristige.

Ausblick: Erholung oder weitere Tiefen?

Die Prognose bleibt angespannt. Ohne Rückeroberung der 22.240 Punkte droht Ausweitung der Korrektur. Extreme Angst könnte jedoch einen Bounce triggern. Wichtige Agenda: Wirtschaftsdaten bis 27. März, inklusive Inflation und BIP.

Sektorrotation: Aus Industrie zu Defensiven oder Finis möglich. Der DAX 40 bleibt sensibel für globale Risiken, da 40 Prozent Exportabhängig. Für deutsche, österreichische und schweizer Portfolios: Disziplinierte Stops und sektorale Selektion empfohlen.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Indizes, Aktien und andere Finanzinstrumente sind volatil.

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