DAX: Geopolitik drĂĽckt auf die Stimmung
30.03.2026 - 14:33:48 | boerse-global.deDer Wochenstart verspricht wenig Entspannung. Der Krieg im Nahen Osten geht mittlerweile in die fünfte Woche — und mit ihm die Unsicherheit an den Märkten. Der DAX dürfte heute mit einem Minus von rund 0,5 Prozent in den Handel gehen, womit die Marke von 22.000 Punkten erneut ins Blickfeld rückt.
Das wäre bereits das zweite Mal innerhalb einer Woche, dass der Index diese Schwelle testet. Seit dem Zwischenhoch Ende Februar hat der DAX damit rund 13 Prozent verloren — eine Delle, die sich auch in den Bewertungskennzahlen bemerkbar macht.
Ă–lpreis als Fieberthermometer
Ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte in der Nacht auf heute zeitweise auf fast 117 Dollar — und nähert sich damit wieder dem Dreiwochenhoch von knapp 120 Dollar. Die Straße von Hormus bleibt das geopolitische Nadelöhr: Die USA haben dem Iran eine weitere Woche eingeräumt, um die für den globalen Öl- und Gashandel so bedeutsame Wasserstraße freizugeben.
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Für Anleger ist der Ölpreis derzeit das wichtigste Barometer. Höhere Energiekosten treiben die Inflation — und das spüren längst nicht nur Autofahrer. Laut ifo-Institut planen zahlreiche Unternehmen aus Industrie, Bau und konsumnahen Dienstleistungen Preiserhöhungen. Die deutschen Verbraucherpreisdaten für März, die heute veröffentlicht werden, könnten das bestätigen.
Bewertungen unter Druck
Was der geopolitische Schock mit den Bewertungsniveaus macht, zeigen die Kurs-Buchwert-Verhältnisse: Im DAX ist das KBV seit Ende Februar von 1,84 auf 1,67 gefallen — nur noch knapp über dem Zehnjahresschnitt von 1,61. Der MDAX steht mit einem KBV von 1,2 sogar deutlich unterhalb seines historischen Durchschnitts von 1,7.
Auf Unternehmensseite sticht heute SUSS MicroTec heraus. Die Aktie verlor im vorbörslichen Handel rund 10 Prozent — der Margenausblick für 2026 enttäuschte, auch wenn die Zahlen für 2025 besser als erwartet ausfielen. Ein klassischer Fall von „gut, aber nicht gut genug".
Angesichts eines dünnen Tageskalenders und der anhaltenden Kriegsrhetorik aus dem Nahen Osten dürften die Blicke heute Nachmittag vor allem auf die Eröffnung der US-Börsen gerichtet sein. Eine echte Gegenbewegung braucht entweder eine diplomatische Überraschung — oder zumindest stabilere Signale vom Ölmarkt.
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