DAX, Iran-Krieg

DAX startet stark in den April 2026: Hoffnung auf Iran-Kriegsende treibt Index um 1,9 Prozent höher

01.04.2026 - 11:22:14 | ad-hoc-news.de

Der DAX signalisiert zu Handelsbeginn einen krÀftigen Zuwachs von 1,9 Prozent auf 23.107 Punkte. Neue Aussagen von US-PrÀsident Trump und Irans PrÀsident Peseschkian wecken Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende und entlasten die MÀrkte.

DAX, Iran-Krieg, Börse Frankfurt - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX steigt zu Xetra-Handelsstart am Mittwoch, 1. April 2026, mit klaren Gewinnen in den neuen Monat. Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs sorgt fĂŒr Zuversicht unter Anlegern und treibt den Index auf 23.107 Punkte, was einem Plus von 1,9 Prozent entspricht. Diese positive Stimmung wurde bereits am Vorabend an den US-MĂ€rkten spĂŒrbar, wo Aussagen von US-PrĂ€sident Donald Trump und Irans PrĂ€sident Massud Peseschkian fĂŒr Entlastung bei den Ölpreisen und AufschwĂŒnge an den Aktienbörsen sorgten.

Stand: Mittwoch, 1. April 2026, 10:00 Uhr (Europe/Berlin)

Geopolitische Entspannung als Markttreiber

Die jĂŒngsten Entwicklungen im Nahen Osten dominieren die Marktstimmung. Trump Ă€ußerte sich optimistisch und rechnet mit einem Ende der US-Angriffe auf den Iran in zwei bis drei Wochen. Zudem kĂŒndigte er eine 'wichtige' Rede zum Kriegsstand in der Nacht auf Donnerstag an. Peseschkian signalisierte ebenfalls Bereitschaft zu Verhandlungen. Diese Signale haben die Unsicherheit gemindert und Rohstoffpreise wie Öl entlastet, was risikoscheue Anleger beruhigt. FĂŒr europĂ€ische Investoren bedeutet dies eine willkommene Atempause nach Wochen der VolatilitĂ€t durch den Konflikt.

DAX-Futures und Vorbörsentrends

Der X-Dax-Future DE000A0C4CA0 deutet auf einen robusten Start hin. Broker IG taxierte den DAX zwei Stunden vor Xetra-Auftakt auf 23.072 Punkte mit einem Plus von 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vortag, an dem der Index bei 22.680 Punkten schloss, markiert dies eine starke Erholung. Auf Jahressicht 2026 liegt der DAX trotz des aktuellen Minus von 4,93 Prozent mit einem Hoch von 25.507 Punkten und einem Tief von 21.863 Punkten in volatiler Bahn.

Top-Performer und Verlierer im DAX

Zu den Gewinnern zĂ€hlen Infineon mit +4,83 Prozent auf 39,84 EUR, Airbus SE (+4,50 Prozent auf 168,02 EUR) und Siemens (+4,50 Prozent auf 214,95 EUR). Banken wie Deutsche Bank (+4,44 Prozent auf 26,23 EUR) und Commerzbank (+4,35 Prozent auf 32,13 EUR) profitieren von der risikofreudigen Stimmung. Auf der Verliererseite: BASF (-1,83 Prozent auf 51,44 EUR) und Brenntag SE (-0,21 Prozent auf 57,16 EUR). RĂŒstungsaktien wie TKMS könnten zulegen, nachdem Citigroup die Empfehlung von 'Neutral' auf 'Buy' hochgestuft hat.

Einfluss auf ETFs und Rohstoffe

Der ETF- und ETC-Handel wird von hohen Öl- und Gaspreisen geprĂ€gt, die trotz Entlastung weiterhin Umsatzstark sind. AuffĂ€llig hohe AbverkĂ€ufe bei RĂŒstungswerten deuten auf Rotation hin. Gold notiert bei 4.682 USD mit leichtem Minus von 0,31 Prozent, EUR/USD bei 1,1566 (-0,063 Prozent). Bitcoin steigt auf 68.489 USD (+0,477 Prozent). Diese Bewegungen spiegeln eine Normalisierung wider.

Breiterer Marktkontext und EZB-Erwartungen

Der Aufschwung fĂ€llt in eine Phase der Unsicherheit zur EZB-Politik. Erwartungen an eine Zinssenkung im April 2026 stĂŒtzen die Stimmung. Seit Jahresbeginn hat der DAX trotz geopolitischer Turbulenzen Potenzial gezeigt. Der Schweizer SMI litt unter Verunsicherung, verlor zu Start 1,8 Prozent, erholt sich aber durch Trump-AnkĂŒndigungen. Im MĂ€rz 2026 gab es klare Tops und Flops in europĂ€ischen Indizes.

Risiken und Ausblick fĂŒr Anleger

Trotz positiver Signale bleiben Risiken bestehen. Sollte Trumps Rede keine Fortschritte bringen, könnte VolatilitĂ€t zurĂŒckkehren. Private Anleger im DACH-Raum sollten diversifizierte Portfolios priorisieren, mit Fokus auf Tech- und Industrieaktien wie Infineon und Siemens. Professionelle Investoren beobachten Ölpreise und RĂŒstungssektor genau. Der DAX könnte die 23.500-Marke testen, wenn die Deeskalation anhĂ€lt.

Implikationen fĂŒr DACH-MĂ€rkte

In Deutschland profitieren Exporteure wie Airbus von stabilen Energiepreisen. Die MDAX (+1,26 Prozent auf 28.151 Punkte) und TecDAX (+1,10 Prozent auf 3.422 Punkte) folgen dem Trend. Österreich und Schweiz sehen Ă€hnliche Muster. Langfristig könnte ein Kriegsende Wachstum in Europa ankurbeln, da Unsicherheit Investitionen bremste.

Sektoranalyse: Von RĂŒstung zu Zykliker

RĂŒstungstitel wie TKMS verlieren an AttraktivitĂ€t bei Friedenshoffnungen, wĂ€hrend zyklische Werte aufblĂŒhen. Citigroups Upgrade fĂŒr TKMS basiert auf Orderbacklog, doch der Sektor rotiert. Öl-ETFs bleiben umsatzstark trotz PreisrĂŒckgang. Anleger sollten auf Value-Aktien mit niedrigem KGV wie Commerzbank (KGV 3,10) achten.

Vergleich mit internationalen MĂ€rkten

US-Indizes wie Dow (+2,466 Prozent auf 46.331), S&P 500 (+2,903 Prozent auf 6.530) und Nasdaq (+3,343 Prozent auf 23.727) fĂŒhrten den Aufschwung. EuropĂ€ische MĂ€rkte koppeln sich an. Bitcoin als Risikoasset profitiert ebenfalls.

Strategien fĂŒr private Anleger

Im DACH-Raum empfehlen Experten, 20-30 Prozent in DAX-ETFs zu halten. Aktuelle Gewinne nutzen fĂŒr Rebalancing. Achten Sie auf Dividendenstarke Titel in volatilen Zeiten. Risikomanagement durch Stop-Losses ist essenziell.

Professionelle Perspektive

Hedgefonds positionieren sich long auf Tech und short auf Energie. Der VIX sinkt, signalisiert geringere Angst. Makrodaten wie EZB-Entscheidungen bleiben SchlĂŒssel.

WeiterfĂŒhrende Quellen

Deutsche Börse: Aktien Frankfurt Ausblick
Finanzen.ch: XETRA-Handel DAX
Comdirect: Börsentag auf einen Blick
Börse Frankfurt: ETF-UmsÀtze

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und MĂ€rkte sind volatil.

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