DAX: Zwischen Hoffnung und Unsicherheit
25.03.2026 - 16:29:32 | boerse-global.deDer Iran-Konflikt bestimmt weiter das Marktgeschehen – doch am Mittwochmorgen dominiert vorsichtiger Optimismus. Die DAX-Futures notieren rund 289 Punkte höher bei etwa 23.122 Punkten, nachdem US-Präsident Trump Friedensgespräche mit dem Iran in Aussicht gestellt hat.
Zum Vergleich: Am Dienstag schloss der DAX noch bei 22.637 Punkten, ein hauchdünnes Minus von 0,07 Prozent. Die Mehrheit der Anleger blieb an der Seitenlinie – zu groß die Ungewissheit.
SAP zieht den Index nach unten
Belastet wurde der Index gestern vor allem durch SAP. Die Aktie verlor 4,1 Prozent und fiel auf den niedrigsten Stand seit Januar 2024. Auslöser war JPMorgan: Die US-Bank kippte ihr bisher positives Votum für den Softwarekonzern und zweifelt nun daran, dass die erwartete Wachstumsbeschleunigung und Margenexpansion tatsächlich eintreten werden. Für den DAX ist das schmerzhaft – SAP ist das Schwergewicht im Index.
Bayer verlor 1,9 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass Aktivist Jeffrey Ubben seine Beteiligung mit einem deutlichen Abschlag von 25 Prozent auf seinen Einstiegspreis aus 2023 verkauft hat. Kein Vertrauensbeweis.
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Chemiesektor dreht ins Plus
Auf der Gewinnerseite überraschte der Chemiesektor. BASF und Brenntag legten bis zu 7,6 Prozent zu, nachdem die Deutsche Bank beide Werte zum Kauf empfahl – als mögliche Profiteure des Krieges. Lanxess legte sogar 9,9 Prozent zu, getrieben offenbar durch Short-Eindeckungen nach zuvor hohem Leerverkaufsdruck.
Auch Ottobock zog mit einem Kursplus von 6,5 Prozent nach einer UBS-Kaufempfehlung auf sich aufmerksam. Der Prothesenhersteller hat zuletzt massiv korrigiert – die Bank sieht nun ein klares Chancenübergewicht.
Frieden oder Eskalation?
Trumps Ankündigung laufender Verhandlungen mit dem Iran treibt die Futures nach oben. Der Ölpreis gab im asiatischen Handel um mehr als 4 Prozent nach – ein deutliches Signal, dass die Märkte eine Deeskalation einpreisen. Gold hingegen sprang auf über 4.500 Dollar je Unze, gestützt durch einen schwächeren Dollar.
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Das Problem: Teheran bestreitet aktive Verhandlungen. Während Trump von einem iranischen Entgegenkommen im Zusammenhang mit der Straße von Hormuz spricht, feuerten Irans Revolutionsgarden Berichten zufolge Raketen auf Israel sowie auf US-Stützpunkte in Kuwait, Jordanien und Bahrain. Börsenbrief-Autor Hans Bernecker bringt deshalb wieder den sogenannten „TACO-Trade" ins Spiel – die These, dass Trump bei markigen Ankündigungen regelmäßig zurückrudert. Ob das diesmal gilt, bleibt offen.
Für den DAX bedeutet das: Der Mittwoch startet mit Rückenwind – aber auf wackeligem Fundament.
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