Demenz-PrĂ€vention: Geschlecht entscheidet ĂŒber Risiko
03.02.2026 - 15:54:11Neue Forschungsergebnisse zeigen: Das Geschlecht bestimmt maßgeblich das Risiko für Demenz. Frauen erkranken häufiger an Alzheimer, Männer eher an vaskulärer Demenz. Experten fordern deshalb geschlechtsspezifische Vorsorge-Strategien.
Warum Männer und Frauen unterschiedlich gefährdet sind
Die Gründe für diese Kluft liegen in der Biologie. Bei Frauen spielt der Hormonhaushalt die Schlüsselrolle. Der Abfall des Östrogenspiegels nach der Menopause entzieht dem Gehirn einen natürlichen Schutzschild. Das Hormon fördert die Durchblutung und wirkt entzündungshemmend.
Bei Männern sind es vor allem vaskuläre Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes, die das Gehirn gefährden. Sie schädigen die Blutgefäße und können so zur vaskulären Demenz führen. Studien deuten darauf hin, dass sich dieselben Risiken bei Männern und Frauen unterschiedlich auf das Gehirn auswirken.
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Für Frauen: Fokus auf Hormone und Herzgesundheit
Da etwa zwei Drittel aller Alzheimer-Patienten weiblich sind, braucht es gezielte Ansätze. Ein möglicher Hebel ist der Umgang mit den Wechseljahren.
* Eine früh begonnene Hormonersatztherapie könnte schützend wirken – die Studienlage ist aber noch nicht eindeutig.
* Nach der Menopause gewinnt die Herz-Kreislauf-Gesundheit an Bedeutung, da der Östrogenschutz wegfällt.
* Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und Stressmanagement sind entscheidend, besonders weil Depressionen – ein weiterer Risikofaktor – bei Frauen häufiger auftreten.
Für Männer: Konsequenter Gefäßschutz ist entscheidend
Männer sollten ihren Fokus auf die Prävention von Durchblutungsstörungen legen. Der Schlüssel liegt in der Kontrolle der klassischen Risikofaktoren.
* Regelmäßige Checks und Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes und hohen Cholesterinwerten sind effektiv.
* Eine herzgesunde Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren und der Verzicht auf Rauchen schützen die Gefäße.
* Interessant: Studien deuten an, dass sehr niedriger Blutdruck für Männer weniger vorteilhaft sein könnte als für Frauen – ein klares Argument für individuelle Betreuung.
Vom Einheitsansatz zur personalisierten Medizin
Diese Erkenntnisse treiben einen Paradigmenwechsel voran: die Gendermedizin. Lange waren Frauen in klinischen Studien unterrepräsentiert, was zu einer gefährlichen Wissenslücke führte. Heute ist klar: Biologie und Reaktion auf Risikofaktoren sind geschlechtsspezifisch.
Die Zukunft der Demenz-Prävention liegt daher in der Personalisierung. Die Forschung will die molekularen Mechanismen der Geschlechterunterschiede entschlüsseln. Das Ziel sind maßgeschneiderte Empfehlungen für Ernährung, Bewegung und Therapie – lange bevor erste Symptome auftreten.


