Merck baut verstĂ€rkt auf KI-Anwendungen - Ziele fĂŒr Pharmasparte eingedampft
17.10.2024 - 08:34:47 | dpa.deDas Management des Dax DE0008469008-Konzerns ist jedoch weiter zuversichtlich, nach dem Corona-Boom und einem schwierigen Jahr 2023 mittelfristig wieder zu nachhaltigem Wachstum zurĂŒckkehren zu können. Dabei dĂŒrfte Merck dank des aktuellen Booms von KI-Anwendungen von einer beschleunigten Entwicklung in seiner Elektronik-Sparte mit Halbleitermaterialien profitieren. Das teilte der Konzern anlĂ€sslich eines Kapitalmarkttags am Donnerstag in Darmstadt mit. FĂŒr den Bereich hob Merck seine Mittelfristziele denn auch an.
In der Elektronik-Sparte, die Merck zuletzt durch einen Zukauf weiter gestĂ€rkt hatte, soll mittelfristig der Umsatz im Schnitt jĂ€hrlich um fĂŒnf bis neun Prozent wachsen - statt der ursprĂŒnglich geplanten drei bis sechs Prozent.
Dem PharmageschÀft traut Merck dagegen auf mittlere Sicht nur noch ein leichtes jÀhrliches Umsatzplus zu. Bisher war ein mittlerer einstelliger Zuwachs angepeilt. In den vergangenen Monaten mussten die DarmstÀdter nach gescheiterten Medikamententests jedoch ihre Hoffnungen auf das Krebsmittel Xevinapant und Evobrutinib bei Multipler Sklerose abschreiben.
Auch im LaborgeschÀft sinken wegen gedÀmpfter Erwartungen an China die mittelfristigen Ambitionen etwas von zuvor durchschnittlich sieben bis zehn auf nun sieben bis neun Prozent pro Jahr.
Merck-Chefin Belen Garijo bekrĂ€ftigte unterdessen die Prognosen fĂŒr 2024. Das Management hatte im Sommer sein Gewinnziel wegen guter GeschĂ€fte mit Krebsmedikamenten und einer Erholung bei Halbleitermaterialien fĂŒr KI-Anwendungen angehoben. "Wir haben uns vorgenommen, 2024 wieder zu wachsen - und dieses Wachstum zeigt sich bereits", betonte die Managerin.
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