Dax, Plus

Dax startet leicht im Plus - Dauerkrisen drĂŒcken auf Stimmung

24.10.2023 - 09:32:01 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Dienstagmorgen mit leichten ZuwÀchsen in den Handelstag gestartet.

Frankfurter Börse - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Frankfurter Börse - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 14.830 Punkten berechnet, 0,2 Prozent ĂŒber dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Vonovia, Adidas und Zalando.

"Anleger haben sich in diese Korrektur mit fast schlafwandlerischer Sicherheit begeben, in der Hoffnung, dass am Ende doch nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Jetzt sehen sie ihre Felle davonschwimmen, weil der Konflikt im Nahen Osten neben der Ukraine ein weiterer ist, der zu jeder Zeit weiter eskalieren kann", ergĂ€nzte er. Die Börsen hĂ€tten innerhalb von drei Jahren mit Szenarien zu tun, die trotz sehr geringer Wahrscheinlichkeit dann am Ende doch eingetreten seien. "Drei schwarze SchwĂ€ne in Folge: Pandemie, Ukraine, Israel." In den USA gerieten unterdessen so viele Menschen wie noch nie in Verzug, wenn es um die Bezahlung ihrer Autokredite gehe. Hier wie anderenorts sei der schnelle Zinsanstieg gepaart mit steigenden Preisen besonders stark zu spĂŒren. "Wer mit Studenten-, Hypotheken- und Autokrediten gleich dreifach in der Kreide steht, spĂŒrt den Anstieg der Zinsen besonders stark. Am Ende wĂ€chst das Ausfallrisiko in den BĂŒchern der Banken, und das, umso lĂ€nger die Zinsen oben bleiben", so Stanzl. "Die zehnjĂ€hrigen Renditen sind in den USA das erste Mal seit 2007 ĂŒber fĂŒnf Prozent gestiegen." Die Hoffnung sei nun, dass es ein "touch and go" werde - "also einmal kurz berĂŒhren, um dann möglichst schnell wieder abzutauchen". Die MĂ€rkte schienen im Moment nicht vorbereitet zu sein fĂŒr Zinsen ĂŒber fĂŒnf Prozent. "Solange die Fed allerdings keine Hinweise auf Zinssenkungen gibt, was durchaus noch mehr als ein halbes Jahr auf sich warten lassen kann, könnte der Ausverkauf am Anleihemarkt vorerst weiter gehen", sagte Stanzl. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Dienstagmorgen etwas stĂ€rker. Ein Euro kostete 1,0680 US-Dollar (+0,11 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9364 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 90,49 US-Dollar, das waren 66 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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