Börsenbericht, Livemeldung

Dax legt krÀftig zu - Anleger hoffen auf baldiges Kriegsende

01.04.2026 - 09:30:05 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Mittwoch mit krÀftigen Gewinnen in den Handelstag gestartet.

Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.230 Punkten berechnet, und damit 2,4 Prozent ĂŒber dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Infineon und Airbus, am Ende BASF, Brenntag und die Deutsche Börse.

"Ein starkes Unterinvestment in Aktien trifft auf Nachrichten, die auf ein baldiges Kriegsende hindeuten - und das befördert den Dax krÀftig nach oben", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Neben spekulativen KÀufen sehe man Teilauflösungen von Absicherungen, gepaart mit Gewinnmitnahmen von Shortsellern.

"Zusammen sorgt das fĂŒr starken, kurzfristigen Kaufdruck. Das wirkt beeindruckend, begrĂŒndet aber noch keine Bodenbildung. Die Nachrichtenlage im Iran-Krieg bleibt wechselhaft und treibt die Kurse vor sich her." US-PrĂ€sident Trump scheine den Konflikt schnell beenden zu wollen, doch es sei unklar, zu welchen Bedingungen sich der Iran darauf einlassen werde.

"WĂ€hrend die AktienmĂ€rkte weltweit krĂ€ftig reagieren, verharren die Preise fĂŒr Brentöl auf hohem Niveau", so Stanzl weiter. An den EnergiemĂ€rkten blicke man skeptischer auf die Nachrichtenlage, denn SchĂ€den an der Infrastruktur könnten auch bei einem Kriegsende höhere Preise rechtfertigen. "Allerdings dĂŒrften sich die Chancen fĂŒr die Vermarktung von US-LNG auf dem Weltmarkt verbessert haben. Es ist frei verfĂŒgbar und könnte eine LĂŒcke schließen, die durch SchĂ€den an der LNG-Infrastruktur im Mittleren Osten entsteht."

An den MĂ€rkten werde eine RichtungsĂ€nderung im Krieg wahrgenommen: keine weitere Eskalation, sondern GesprĂ€chsbereitschaft auf beiden Seiten, so der Analyst. "Entsprechend handeln Anleger nach dem Motto: erst kaufen, dann Fragen stellen. Ein baldiges Kriegsende könnte bedeuten, dass die Weltwirtschaft noch einmal mit einem blauen Auge davonkommt. In der Vergangenheit neigten AktienmĂ€rkte bei vorĂŒbergehenden Ölpreisspitzen dazu, ĂŒber eine Wachstumsdelle hinwegzusehen. Das könnte diesmal erneut so sein."

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Mittwochmorgen stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1588 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8630 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 99,18 US-Dollar; das waren 479 Cent oder 4,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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