Dax, Plus

Dax startet leicht im Plus - ZurĂŒckhaltung vor Fed-Sitzung

18.03.2024 - 09:32:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Montag freundlich in den Handelstag gestartet.

Anzeigetafel in der Frankfurter Börse - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Anzeigetafel in der Frankfurter Börse - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 17.965 Punkten berechnet und damit 0,2 Prozent ĂŒber dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Vonovia, Siemens Energy und Rheinmetall, am Ende die Deutsche Bank, Adidas und die MĂŒnchener RĂŒck. "Die Sitzung der US-Notenbank in dieser Woche dĂŒrfte die Richtung der AktienmĂ€rkte in New York und auch in Frankfurt in den kommenden drei Monaten bestimmen", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets.

"Die Zuversicht der Fed in die Schnelligkeit der Abnahme der Inflation hat in den vergangenen Monaten gelitten, dennoch sollte sie weiterhin Vertrauen in den grundsĂ€tzlichen disinflationĂ€ren Trend haben." Die Anleger hĂ€tten dementsprechend ihre Erwartungen hinsichtlich des geldpolitischen Pfads der Fed deutlich angepasst. "Die Wahrscheinlichkeit fĂŒr eine Juni-Senkung preist der Markt nur noch mit einer hauchdĂŒnnen Mehrheit von 50,4 Prozent." Bei einer entsprechenden ZurĂŒckhaltung von Fed-Chef Powell am Mittwoch könnte der erwartete erste Termin fĂŒr eine Zinssenkung ganz schnell auf den 31. Juli rutschen, was die Börse weiter verunsichern dĂŒrfte. "Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir seit einer Woche eine verringerte LiquiditĂ€tsversorgung durch GeschĂ€ftsbanken in den USA", so Stanzl. "Das liegt an einem Basiseffekt, da Bankeinlagen bei der US-Notenbank vor einem Jahr stark gestiegen waren." In den kommenden zwei Wochen sei also in Sachen LiquiditĂ€t "ein wenig Sand im Getriebe des Bullenmarktes", bevor wieder positive Basiseffekte ab Anfang April wirken könnten. "Das bedeutet aber nicht, dass die Rally am Aktienmarkt jetzt zu Ende sein muss", fĂŒgte der Marktexperte hinzu. Es werde nur etwas schwieriger werden fĂŒr Aktien, weiter zu steigen und die hochgesteckten Erwartungen zu erfĂŒllen. "Im Deutschen Aktienindex bleibt das Niveau von 18.156 Punkten als technisch ableitbares Ziel bestehen. Der AufwĂ€rtstrend ist weiterhin intakt", sagte Stanzl. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Montagmorgen etwas stĂ€rker. Ein Euro kostete 1,0896 US-Dollar (+0,09 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9178 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 85,88 US-Dollar; das waren 54 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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