Aktien Frankfurt: Gewinne - Medien: Ukraine stimmt US-Friedensplan weitgehend zu
25.11.2025 - 15:08:21Wie der US-Nachrichtensender "ABC News" unter Berufung auf Quellen aus US-Verhandlungskreisen berichtet, hat die Ukraine den Bedingungen eines Friedensabkommens mit Russland zugestimmt, obwohl einige kleinere Details noch offen seien.
Der Dax DE0008469008 stieg danach auf sein Tageshoch bei 23.458 Punkten und notierte zuletzt 0,7 Prozent im Plus bei 23.407 ZĂ€hlern. Damit rĂŒckt die 200-Tage-Linie bei 23.476 Punkte wieder nĂ€her, die unter Investoren als lĂ€ngerfristiger Trendindikator gilt.
FĂŒr den MDax DE0008467416 mit den mittelgroĂen deutschen Werten ging es um 0,6 Prozent hoch auf 28.794 Punkte. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann 0,7 Prozent.
US-Konjunkturdaten hatten wenig Einfluss auf die deutschen Leitindizes. So stiegen die UmsÀtze im Einzelhandel im September weniger als erwartet. Die Erzeugerpreise legten im Jahresvergleich etwas stÀrker als prognostiziert zu.
Die wĂ€hrend des Ukraine-Krieges stark gelaufenen RĂŒstungswerte blieben ungeachtet der positiven Nachrichten in dem Konflikt im Plus. Die Aktie von Rheinmetall DE0007030009 legte um 2,3 Prozent zu. Die Anteilsscheine von Hensoldt DE000HAG0005 und Renk DE000RENK730 unternahmen mit plus 0,2 beziehungsweise plus 3,7 Prozent Stabilisierungsversuche.
Aktien aus dem deutschen Bau- und Baustoffgewerbe profitierten von Hoffnungen auf einen Friedensplan fĂŒr die Ukraine. Gerade der Baubereich gilt als möglicher Profiteur eines dortigen Wiederaufbaus. Hinzu kam ein Lichtblick fĂŒr die deutsche Bauwirtschaft, denn im September verbuchte das Bauhauptgewerbe so viele neue AuftrĂ€ge wie seit MĂ€rz 2022 nicht mehr. Die Titel des Baustoffherstellers Heidelberg Materials DE0006047004 stiegen an der Dax-Spitze um 4,8 Prozent. Im MDax DE0008467416 standen die Titel des Baukonzerns Hochtief DE0006070006 mit plus 3,4 Prozent ganz oben.
Der Kurs von Thyssenkrupp Nucera DE000NCA0001 sackte um 8,5 Prozent ab und liegt damit nicht mehr viel ĂŒber dem Rekordtief bei 6,86 Euro vom April. Der Elektrolysespezialist hatte am Vorabend nach Börsenschluss enttĂ€uschende Eckdaten fĂŒr das Ende September abgeschlossene GeschĂ€ftsjahr vorgelegt. Schwerwiegender ist laut dem Citigroup-Experten Martin Wilkie jedoch der unerwartet trĂŒbe Umsatzausblick auf das neue GeschĂ€ftsjahr.
Jenoptik DE0006229107 muss sich einen neuen Chef suchen. Der amtierende Vorstandschef Stefan Traeger wird zum 15. Februar 2026 sein Amt niederlegen und das Unternehmen verlassen, wie der Aufsichtsrat des Jenaer Technologieunternehmens ĂŒberraschend mitteilte. Die Jenoptik-Aktie schwankte in der Folgezeit etwas deutlicher, pendelte sich dann aber auf dem bereits zuvor gesehenen höheren Niveau ein und notierte zuletzt 1,0 Prozent im Plus./edh/mis
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

