Berlins SĂŒdosten hat wieder Strom
11.09.2025 - 17:01:22 | dpa.deNach rund 60 Stunden sind alle Kunden im SĂŒdosten der Hauptstadt wieder versorgt, wie der Netzbetreiber Stromnetz mitteilte. Der Stromausfall war den Angaben zufolge der lĂ€ngste seit mindestens 25 Jahren.
Bei dem letzten groĂen Blackout 2019 in Köpenick waren mehr als 30.000 Haushalte rund 30 Stunden lang ohne ElektrizitĂ€t. Diesmal waren seit der Nacht zu Dienstag zunĂ€chst rund 50.000 Stromkunden von dem Störfall betroffen.
Ursache war ein Brandanschlag. Das Feuer zerstörte mehrere dicke Starkstromleitungen am Fuà von zwei Strommasten in Berlin-Johannisthal im Bezirk Treptow-Köpenick. Die Feuerwehr brauchte allein eine Stunde, um den Brand zu löschen.
Nach Angaben von Stromnetz wurde in den vergangenen zwei Tagen eine Zwischenlösung errichtet: Eine Verbindung zweier Leitungen nahe der durch den Brand beschÀdigten Strommasten. Auch Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk sowie der Bezirk Treptow-Köpenick waren im Einsatz.
Auch Einkaufszentren und S-Bahnhöfe waren betroffen
Von dem Stromausfall waren auch S-Bahnhöfe, Einkaufszentren, viele einzelne GeschÀfte sowie Pflegeheime betroffen. Am Mittwoch blieben auch mehrere Schulen geschlossen.
Weil das Handynetz durch den fehlenden Strom schwĂ€cher und teilweise gar nicht mehr vorhanden war, konnte in Teilen des Berliner SĂŒdostens nur eingeschrĂ€nkt telefoniert werden. Das galt auch fĂŒr die Notrufnummern 112 und 110. Die Reparaturen an den zerstörten Starkstromkabeln begannen bereits am Dienstag, waren aber zeitaufwendig.
Bekennerschreiben im Internet
Nach EinschĂ€tzung der Ermittler geht der Brandanschlag auf das Konto linksextremer TĂ€ter. Ein im Internet veröffentlichtes Bekennerschreiben werde als authentisch eingeschĂ€tzt, sagte Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) im Abgeordnetenhaus. Es weise Ăhnlichkeiten auf mit einem Bekennerschreiben zu einem Ă€hnlichen Brandanschlag im Februar nahe der Tesla US88160R1014-Autofabrik in Brandenburg.
"Wir gehen vom TĂ€terkreis aus dem linksextremistischen Spektrum aus", sagte die Innensenatorin. "Das heiĂt also: nicht aus dem Ausland, sondern aus dem Inland." Die TĂ€ter seien mit hoher krimineller Energie und sehr professionell vorgegangen.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

