Nissan, Schwierigkeiten

Nissan steckt weiter in Schwierigkeiten - US-Zölle belasten

06.11.2025 - 12:17:17 | dpa.de

Der kriselnde japanische Autobauer Nissan JP3672400003 kÀmpft weiter mit den erhöhten Zöllen auf seinem wichtigsten Markt USA.

Auch in China lĂ€uft es nach wie vor nicht rund. Im ersten Halbjahr weitete sich der operative Verlust im AutogeschĂ€ft um die HĂ€lfte auf knapp 177 Milliarden Yen aus (1 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Yokohama mitteilte. Erhöhte Zölle kosteten allein fast 150 Milliarden Yen. Erst vergangene Woche hatten die Japaner einen dĂŒsteren Konzernausblick fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025/26 (Ende MĂ€rz) vorgelegt. Demnach rechnet Nissan mit einem operativen Verlust von 275 Milliarden Yen, der vollstĂ€ndig auf Zollbelastungen zurĂŒckgeht. Die Aktie fiel in Tokio um 1,7 Prozent.

Nissan-Chef Ivan Espinosa will den schon lĂ€nger unter Druck stehenden Konzern im kommenden Jahr zurĂŒck in die Gewinnspur fĂŒhren. DafĂŒr werden 20.000 Jobs gestrichen und Werke geschlossen. Zudem verkauft der Konzern auch Tafelsilber in Form der Konzernzentrale in Yokohama, was einen Buchgewinn von fast 74 Milliarden Yen einbringt. Espinosa will die Kehrtwende auch mit neun neuen Modellen bis zum GeschĂ€ftsjahr 2027/28 schaffen.

Schon in den kommenden Monaten soll sich die Lage im TagesgeschÀft laut Finanzchef Jeremie Papin bessern. Die zweite JahreshÀlfte solle Wachstum bringen, sagte er vor Journalisten. Im ersten Halbjahr sah das noch ganz anders aus: Insgesamt wurden 1,48 Millionen Fahrzeuge an die Kunden ausgeliefert und damit 7,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das leichte Plus von zwei Prozent in Nordamerika wurde mehr als aufgezehrt von schwachen VerkÀufen in China, Japan und Europa.

Aufs Jahr gesehen will Nissan nach wie vor 3,25 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Vor allem in China rechnet das Unternehmen jetzt mit besseren GeschĂ€ften als bisher gedacht. Dort dĂŒrfte der RĂŒckgang im GeschĂ€ftsjahr nun nicht mehr ganz so herb ausfallen wie ursprĂŒnglich befĂŒrchtet.

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