Devisen, Euro

Devisen: Euro gibt nach - Regierungssturz in Frankreich bewegt aber kaum

09.09.2025 - 17:19:06

Der Kurs des Euro EU0009652759 hat am Dienstag nachgegeben.

Die europÀische GemeinschaftswÀhrung reagierte aber kaum auf den Sturz der Regierung in Frankreich. Am Nachmittag kostete die GemeinschaftswÀhrung 1,1726 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch rund einen halben Cent höher notiert.

Am Montag war der französische Premier François Bayrou in der Nationalversammlung im Streit ĂŒber seinen Sparhaushalt mit einer Vertrauensfrage gescheitert. Bayrou hat mittlerweile seinen RĂŒcktritt bei Macron eingereicht. Schon in den nĂ€chsten Tagen wolle der Staatschef dann einen Nachfolger bestimmen, hieß es aus dem ÉlysĂ©e-Palast.

"An den FinanzmĂ€rkten hat man mit einem Fall von François Bayrou gerechnet. Die Reaktionen fallen deshalb gemĂ€ĂŸigt aus", kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Auch der Euro habe "keine grĂ¶ĂŸeren Blessuren aufgrund der politischen Turbulenzen in Frankreich" gezeigt.

"Die FinanzmĂ€rkte werten bislang Frankreich als Einzelrisiko und nicht als systemisches Risiko fĂŒr die gesamte Eurozone", schreibt Gitzl. "Dieser Umstand dĂŒrfte wohl auch dem mittlerweile umfangreichen Instrumentenkasten der EZB zu verdanken sein." Anleger schauen daher bereits auch auf die Zinsentscheidung der EZB an diesem Donnerstag und mögliche Aussagen von EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde.

Auch die Zinsentscheidung der US-Notenbank wird mit Spannung erwartet. Die FinanzmÀrkte gehen davon aus, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche ihre Leitzinsen senken wird. Korrigierte US-Arbeitsmarktdaten bestÀtigten diese Erwartung. Das BeschÀftigungswachstum in den USA war in den zwölf Monaten bis zum MÀrz 2025 weit weniger robust als zuvor berichtet. Die Zahl der BeschÀftigten ist in diesem Zeitraum voraussichtlich um 911.000 geringer gewachsen als bisher bekannt, wie aus der vorlÀufigen Benchmark-Revision der US-Regierung hervorgeht. Das sind fast 76.000 weniger pro Monat. Zuletzt hatten bereits Arbeitsmarktdaten enttÀuscht und Erwartungen an Zinssenkungen verstÀrkt.

@ dpa.de