Devisen: Euro legt etwas zu
04.12.2024 - 17:17:22 | dpa.deAm Nachmittag wurde die GemeinschaftswÀhrung bei 1,0523 US-Dollar gehandelt. Zuvor hatte der Euro noch unter 1,05 Dollar notiert. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0492 (Dienstag: 1,0512) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9531 (0,9512) Euro.
SchwĂ€cher als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA belasteten den Dollar. Die Stimmung unter den Dienstleistern hat sich im November merklich eingetrĂŒbt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex ISM fiel zudem stĂ€rker als erwartet. Er signalisiert jedoch weiterhin ein wirtschaftliches Wachstum.
"Damit hĂ€lt der Sektor die US-Wirtschaft auf Wachstumskurs, denn die SchwĂ€chephase in der Industrie ist trotz der dortigen Stimmungsverbesserung noch nicht beendet", kommentierte Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Landesbank Hessen-ThĂŒringen (Helaba). "Insgesamt scheint sich die konjunkturelle Dynamik im Schlussquartal dieses Jahres etwas zu verringern." Eine Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed in diesem Monat erscheine daher möglich.
Die MĂ€rkte schauen zudem auf Frankreich. Es steht die Vertrauensabstimmung in der Nationalversammlung ĂŒber die Regierung von Premierminister Michel Barnier an. Derzeit lĂ€uft noch die Debatte in der Nationalversammlung. Die Abstimmung wird aus Sicht der Dekabank voraussichtlich die Regierung von Barnier zu Fall bringen. Doch das Ereignis habe aus Marktsicht seinen Schrecken verloren. Es sei jedoch offen, ob dies so bleibe, falls es keine Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung gebe.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,82830 (0,83123) britische Pfund, 158,59 (157,30) japanische Yen und 0,9305 (0,9309) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 2.654 Dollar. Das waren 11 Dollar mehr als am Vortag.
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