Devisen, Eurokurs

Devisen: Eurokurs zum US-Dollar wieder schwÀcher nach Vortagssprung

20.03.2026 - 20:16:05 | dpa.de

Der Kurs des Euro EU0009652759 ist am Freitag nach seiner deutlichen Vortagserholung wieder etwas gesunken.

Im New Yorker Handel wurde die GemeinschaftswĂ€hrung zuletzt zu 1,1553 US-Dollar gehandelt. Im frĂŒhen Handel hatte der Kurs noch ĂŒber der Marke von 1,16 Dollar gelegen, ĂŒber die der Index am Vortag nach dem Zinsentscheid der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) zurĂŒckgekehrt war. Die Notenbank setzte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1555 (Donnerstag: 1,1489) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8654 Euro.

Wegen der zuletzt deutlich gestiegenen Öl- und Gaspreise im Zuge des Iran-Kriegs waren am Donnerstag Spekulationen auf eine mögliche Zinserhöhung durch die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) entbrannt, die den Euro mehr als einen Cent nach oben getrieben hatten. Am Freitag setzte nun eine Gegenbewegung ein.

BundesbankprĂ€sident Joachim Nagel erklĂ€rte, dass die EZB, falls nötig, handlungsbereit sei. "Nach aktuellem Stand ist es denkbar, dass sich die mittelfristigen Inflationsaussichten verschlechtern und die Inflationserwartungen nachhaltig steigen, was eine restriktivere Geldpolitik wahrscheinlich notwendig machen wĂŒrde", sagte er der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Weiter bestimmt wird das Geschehen am Devisenmarkt durch den Krieg im Nahen Osten. Der Dollar wird als WeltleitwĂ€hrung als sichere Alternative zu anderen WĂ€hrungen gesucht. Zudem wird die US-Wirtschaft als Nettorohölexporteur weniger durch die steigenden Ölpreise belastet. Außerdem wird der Dollar stĂ€rker nachgefragt, da Rohstoffe in Dollar gehandelt werden.

"Man wird sich daher am Devisenmarkt darauf einstellen mĂŒssen, dass die Wechselkursbewegungen volatil bleiben, solange der Konflikt anhĂ€lt und jeden Tag neue Wendungen bringt", kommentierte Commerzbank-Volkswirt Volkmar Baur. "Die tĂ€glichen Bewegungen scheinen aber momentan mehr von Kommentaren einzelner Politiker und Zentralbanker getrieben zu sein als von fundamentalen Daten." Damit seien sie schwer vorhersehbar.

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