Selenskyj, Ukraine-GesprÀche

Selenskyj erwartet nÀchste Ukraine-GesprÀche in der Schweiz

19.02.2026 - 10:36:38 | dpa.de

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj erwartet eine Fortsetzung der Verhandlungen mit Russland ĂŒber eine Beendigung des Kriegs erneut in der Schweiz.

Weil der Krieg in Europa tobe, mĂŒssten auch die GesprĂ€che hier laufen, sagte Selenskyj in einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan. "Ich möchte unterstreichen, dass das nĂ€chste Treffen ebenfalls in der Schweiz stattfindet", sagte Selenskyj nach den zweitĂ€gigen Verhandlungen am Dienstag und Mittwoch in Genf.

Russland hat bisher weder einen Ort noch einen Termin bestÀtigt. Selenskyj hatte die Ergebnisse der trilateralen GesprÀche in Genf unter Vermittlung der USA als unzureichend kritisiert und eine Fortsetzung noch im Februar gefordert.

Selenskyj sagte zugleich, dass die Ukraine die Vereinigten Arabischen Emirate als Partner schÀtze. Die trilateralen GesprÀche liefen zunÀchst in Abu Dhabi im Januar und Anfang Februar. Er machte aber in den auch in seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Interview-Aussagen deutlich, dass er auf die EuropÀer setzt bei den GesprÀchen.

Selenskyj will EuropÀer bei Verhandlungen

"Es gibt schwierige Diskussionen ĂŒber die Rolle der EuropĂ€er. FĂŒr uns ist ihre Rolle von großer Bedeutung", sagte Selenskyj. Russland sieht die EuropĂ€er als Kriegspartei und ist deshalb gegen ihre Beteiligung an den Verhandlungen. Dagegen sagte Selenskyj: "Aber ich betone immer wieder, dass wir meiner Meinung nach auch europĂ€ische Vertreter brauchen."

Selenskyj erklĂ€rte erneut, dass er Kremlchef Wladimir Putin zwar nicht traue, sich aber mit ihm treffen wolle, um den Krieg rasch zu beenden. MilitĂ€risch sei bei den Verhandlungen auch die Frage einer Überwachung eines möglichen kĂŒnftigen Waffenstillstands geklĂ€rt worden. Die USA spielten bei der Kontrolle eine "fĂŒhrende Rolle", sagte Selenskyj erneut. Details nannte er nicht. Im politischen Bereich der Verhandlungen gebe es aber offene Fragen.

Kritik an Verzögerungstaktik

Selenskyj warf den Russen einmal mehr vor, mit Ausschweifungen ĂŒber die Geschichte beider LĂ€nder die Verhandlungen in die LĂ€nge zu ziehen. "Ich brauche all dieses historische Gerede nicht, um diesen Krieg zu beenden und zur Diplomatie ĂŒberzugehen. Denn das ist nur eine Verzögerungstaktik", sagte er. "Ich habe nicht weniger GeschichtsbĂŒcher gelesen als Putin. Und ich habe viel gelernt. Ich weiß mehr ĂŒber sein Land als er ĂŒber die Ukraine."

Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Vor dem Jahrestag am 24. Februar ist kein Ende der Invasion in Sicht. NĂ€chste Woche geht der Krieg in sein fĂŒnftes Jahr.

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