Deutsche-Börse-Chef: Brauchen mehr private und betriebliche Vorsorge
31.03.2026 - 06:23:07 | dpa.de"Wir können nicht lĂ€nger zusehen, dass immer gröĂere MilliardenbetrĂ€ge aus dem Bundeshaushalt aufgebracht werden mĂŒssen, um die Löcher in der Rentenkasse zu stopfen", sagte Leithner im GesprĂ€ch mit der Deutschen Presse-Agentur und der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.
Klar sei, dass die gesetzliche Rente als eine der drei SÀulen der Altersvorsorge erhalten bleibe. "Eine kapitalmarktbasierte betriebliche und private Altersvorsorge muss jedoch eine deutlich stÀrkere Rolle spielen."
Die Bundesregierung sei mit der FrĂŒhstart-Rente und dem Altersvorsorgedepot, einem staatlichen Standarddepot aus Wertpapieren, bereits wichtige Schritte gegangen. Er sei zuversichtlich, dass darauf aufbauend von der Rentenkommission der nĂ€chste groĂe Wurf komme.
Bei der FrĂŒhstart-Rente, bei der Kinder ab dem sechsten Lebensjahr monatlich zehn Euro vom Staat fĂŒr ein Depot bekommen sollen, plĂ€diert Leithner fĂŒr einen deutlichen Anschub per Einmalbetrag: "Sinnvollerweise sollte man die FrĂŒhstart-Rente mit 4.000 Euro bei der Geburt eines Kindes beginnen, vor allem wegen des Zinseszinseffektes." Zudem gehört nach Leithners Ăberzeugung die betriebliche Altersversorgung in "jeden Arbeitsvertrag".
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte angekĂŒndigt, dass die Bundesregierung eine Neugewichtung der drei SĂ€ulen - also gesetzliche Rente sowie private und betriebliche Altersvorsorge - noch dieses Jahr auf den Weg bringen will. Bis Jahresmitte soll die von Union und SPD eingesetzte Rentenkommission VorschlĂ€ge fĂŒr eine Reform vorlegen.
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