Aktien Wien Schluss: ATX legt leicht zu
30.07.2025 - 18:45:49 | dpa.deDer ATX AT0000999982 ging 0,22 Prozent höher bei 4.582,9 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste ATX Prime gewann 0,15 Prozent bei 2.299,8 ZÀhlern.
Die Wirtschaft der Eurozone hat sich im FrĂŒhjahr ĂŒberraschend auf Wachstumskurs gehalten. In den 20 LĂ€ndern des WĂ€hrungsraums hat die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zugelegt. Ăkonomen hatten im Schnitt eine Stagnation erwartet. Zu Beginn des Jahres war die Wirtschaft allerdings deutlich stĂ€rker um 0,6 Prozent gewachsen.
Am Abend rĂŒckt die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed in den Fokus. Die Fed dĂŒrfte dabei dem starken politischen Druck durch die Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump widerstehen und ihre Leitzinsen nicht senken. Die Zinsspanne dĂŒrfte nach EinschĂ€tzung der ganz ĂŒberwiegenden Mehrheit von Ăkonomen bei 4,25 bis 4,50 Prozent verharren; erst fĂŒr den weiteren Jahresverlauf rechnen Experten mit Senkungen.
Spitzenreiter waren die Titel von Raiffeisen Bank mit einem Plus von 3,40 Prozent. Die RBI hat im ersten Halbjahr einen Konzerngewinn von 567 Millionen Euro erwirtschaftet - ohne das GeschÀft in Russland und Belarus. Das sind 4,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Bank baut das GeschÀft in Russland weiter ab. Der Ausblick der Bank bleibt weitgehend unverÀndert, nur bei den Risikokosten zeigt sie sich nun etwas optimistischer.
Auch die anderen schwergewichteten Banken Erste Bank und Bawag AT0000BAWAG2 verzeichneten mit plus 1,34 Prozent beziehungsweise plus 0,81 Prozent Gewinne. Ebenfalls klar im Plus schlossen die Anteilsscheine des Leiterplattenherstellers AT&S, die sich um 2,06 Prozent verteuerten.
Schwach waren OMV AT0000743059 mit minus 2,11 Prozent sowie Voestalpine AT0000937503 und Mayr-Melnhof AT0000938204, die sich jeweils um fast 1,6 Prozent verbilligten.
RHI AT0000676903 Magnesita bĂŒĂten 6,25 Prozent ein. In einem herausfordernden Marktumfeld hat der Feuerfestkonzern im ersten Halbjahr deutliche EinbuĂen bei seinen Ergebnissen verbucht. Der Ausblick wurde gesenkt - fĂŒr das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen mit einer weiterhin schwachen Nachfrage und einem kompetitiven Preisumfeld.
Andritz AT0000730007-Titel verloren 0,45 Prozent. Die US-Niederlassung des steirischen Anlagenbauers muss nach einem Sanktionsverfahren wegen GĂŒterexporten nach Russland eine Zivilstrafe von 1,58 Millionen US-Dollar (1,37 Mio Euro) zahlen.
Palfinger AT0000758305-Titel gewannen 1,82 Prozent auf 36,30 Euro. Die Analysten der Berenberg Bank bestĂ€tigten ihre Kaufempfehlung fĂŒr die Aktien des Kranherstellers. Auch das Kursziel von 45 Euro wurde bekrĂ€ftigt.
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