Deutsche Telekom und NVIDIA eröffnen erste deutsche KI-Fabrik
11.02.2026 - 15:31:12Deutschlands erste Industrielle KI-Fabrik in München soll Europas digitale Souveränität stärken. Der Hochleistungsrechen-Hub ist ein milliardenschweres Privatprojekt.
Führende deutsche Unternehmen reagieren damit auf die wachsende Abhängigkeit von nicht-europäischen Cloud-Anbietern. Die neue Industrial AI Cloud in München bietet eine sichere, souveräne Plattform für die Entwicklung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Partner sind die Deutsche Telekom, der Chip-Hersteller NVIDIA und der Rechenzentrumsbetreiber Polarise.
Ein Kraftzentrum für KI-Berechnungen
Das Projekt verwandelte ein altes Rechenzentrum im Münchner Tucherpark in nur sechs Monaten in einen Hochtechnologie-Standort. Herzstück sind fast 10.000 neueste NVIDIA-Grafikprozessoren der Blackwell-Architektur. Sie bringen eine Rechenleistung von bis zu 0,5 ExaFLOPS – genug für hunderte Millionen gleichzeitige Nutzer.
Diese Kapazität erhöht Deutschlands verfügbare KI-Rechenleistung schlagartig um etwa 50 Prozent. Das Besondere: Die Finanzierung stammt komplett aus der Privatwirtschaft. Bereits jetzt ist die Anlage zu mehr als einem Drittel ausgelastet.
Made in Germany für die Industrie 4.0
Die KI-Fabrik konzentriert sich auf industrielle Anwendungen – die Stärke der deutschen Wirtschaft. Sie dient als Testumgebung für digitale Zwillinge, prädiktive Wartung und automatisierte Qualitätskontrolle. Könnte dies der entscheidende Impuls für die breite KI-Einführung in Fabriken sein?
Bereits integriert sind Simulationstools von Siemens. Weitere frühe Nutzer sind der Robotikspezialist Agile Robots und das Ingenieurbüro PhysicsX. Die Plattform ist Teil der „Made for Germany“-Initiative mit über 100 beteiligten Unternehmen.
Grüne Technologie mit Strahlkraft
Nachhaltigkeit war von Anfang an ein Kernkriterium. Das Rechenzentrum läuft komplett mit Ökostrom. Zur Kühlung dient Flusswasser, die Abwärme speist das örtliche Fernwärmenetz. Ein Modell für künftige europäische Infrastrukturprojekte?
Die Partnerschaft umfasst auch SAP, das eine vollständige Plattform aus Infrastruktur, Cloud-Diensten und Unternehmenssoftware bereitstellt. Regierungsvertreter sehen in der Fabrik eine strategische Investition in die technologische Führungsposition Deutschlands.
Blaupause für Europas digitale Zukunft
Die Münchner Anlage soll mehr sein als ein Rechenzentrum. Sie dient auch als Forschungsplattform für ein europäisches Open-Source-Sprachmodell. Damit positioniert sich Deutschland nicht nur als Nutzer, sondern als Gestalter der nächsten KI-Generation.
Für Unternehmen und Entwickler, die in Europas neue KI‑Infrastruktur investieren, sind die Anforderungen der EU‑KI‑Verordnung entscheidend. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und nötige Dokumentation praxisnah und verständlich. So bleiben Sie compliant bei Entwicklung, Betrieb und Einsatz von KI‑Systemen. Jetzt kostenlosen Leitfaden zur EU‑KI‑Verordnung herunterladen
Für den Industriestandort Deutschland kommt die KI-Fabrik zum richtigen Zeitpunkt. Sie bietet das technologische Fundament, um im globalen Wettbewerb mitzuhalten. Die entscheidende Frage wird sein: Schaffen es deutsche Unternehmen, dieses Potenzial auch in marktfähige Produkte zu übersetzen?
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