Deutschland, Cyber-Offensive

Deutschland rüstet sich für Cyber-Offensive

13.02.2026 - 08:31:12

Die Bundesregierung will Hack-Backs erlauben und setzt Unternehmen durch NIS2 unter Druck. Gleichzeitig bereitet das BSI die Kryptografie auf die Quantencomputer-Ära vor.

Die Bundesregierung plant einen Paradigmenwechsel: Erstmals sollen deutsche Sicherheitsbehörden aktive Cyber-Gegenangriffe gegen ausländische Hacker starten dürfen. Dieser strategische Schwenk hin zu einer wehrhaften Digitalpolitik ist eine direkte Antwort auf die eskalierende Bedrohungslage und unterstreicht den wachsenden Wert von Cybersecurity Made in Germany.

Vom digitalen Schild zum Schwert

Das Bundesinnenministerium arbeitet an Gesetzesentwürfen für sogenannte „Hack-Backs“. Diese würden es Behörden erlauben, die Infrastruktur von Angreifern aktiv zu stören – auch außerhalb deutscher Grenzen. Auslöser sind schwere Attacken auf kritische Ziele wie die Flugsicherung oder den Bundestag, die teils russischen Geheimdiensten zugeschrieben werden.

Doch ist dieser Schritt verfassungsrechtlich tragbar? Und wie lassen sich Angreifer zweifelsfrei identifizieren? Die Debatte darüber ist bereits entbrannt. Die politische Botschaft ist jedoch klar: Die Ära der rein defensiven Cyberabwehr ist vorbei.

NIS2: Der regulatorische Druck auf die Wirtschaft steigt

Parallel zur neuen Offensiv-Strategie verschärft sich der Druck auf die deutsche Wirtschaft durch europäisches Recht. Seit Ende 2025 gilt das NIS2-Umsetzungsgesetz. Es unterwirft rund 30.000 Unternehmen – vom Maschinenbauer bis zum Lebensmittelproduzenten – strengen Cybersicherheitspflichten.

Die Vorgaben sind hart: Schwere Vorfälle müssen innerhalb von 24 Stunden dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeldet werden. Die Geschäftsführung haftet persönlich. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10 Millionen Euro oder zwei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Die Wahl des richtigen Sicherheitspartners wird so zur Chefsache.

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BSI setzt Frist für Quantencomputer-Bedrohung

Während sich die Politik auf heutige Gefahren einstellt, blickt das BSI bereits in die Zukunft. Am 11. Februar 2026 aktualisierte die Behörde ihre Kryptografie-Richtlinien und sprach ein Ablaufdatum für heutige Verschlüsselungsverfahren aus.

Ab Ende 2030 sollen sie für höchstsensible Anwendungen nicht mehr allein verwendet werden. Stattdessen empfiehlt das BSI die Kombination mit Post-Quanten-Kryptografie (PQC), um sich gegen die Rechenkraft zukünftiger Quantencomputer zu wappnen. BSI-Präsidentin Claudia Plattner nannte diesen Schritt „alternativlos“. Er setzt einen neuen Maßstab für langfristige technologische Resilienz.

„Made in Germany“ wird zum strategischen Asset

In diesem Umfeld aus neuer Offensiv-Doktrin, scharfen Regulierungen und vorausschauender Technologieagenda wird die Herkunft von Sicherheitslösungen zum entscheidenden Faktor. Das Gütesiegel „IT Security made in Germany“ bietet klare Vorteile: Garantierte Einhaltung der DSGVO, Transparenz ohne versteckte Hintertüren und ein rechtlicher Gerichtsstand in Deutschland.

Vor dem Hintergrund der NIS2-Pflicht zur Absicherung der gesamten Lieferkette wird die Zusammenarbeit mit nachvollziehbaren, vertrauenswürdigen Partnern zum Kern eines funktionierenden Risikomanagements. Die Investition in zertifizierte Lösungen „Made in Germany“ ist damit nicht nur Kostenfaktor, sondern strategische Chance für mehr Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit.

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